Wie gehen Sie mit ihrer Zeit um?

Es gibt eine Form von Totschlag, die nicht nur legal, sondern leider auch weit verbreitet ist. Fast jeder von uns dürfte sich dessen schon schuldig gemacht haben!
Was da totgeschlagen wird?

Die Zeit!

Wir benutzen das ja nicht nur in unserem Sprachgebrauch so, sondern tatsächlich wird Zeit oftmals (r)umgebracht: Durch sinnlose Tätigkeiten, nutzloses Warten und durch Zeitvertreib, der uns keine wirkliche Befriedigung bringt (auch so eine Formulierung: “Zeit vertreiben“…).

Machen wir uns jedesmal bewusst, auf welche Art wir mit unserer Zeit umgehen?

  • Was gibt es Kostbareres als unsere Zeit?
  • Was kann mehr wert sein, als die begrenzte Zeit, die uns zur Verfügung steht?
  • Was glauben die meisten Menschen am wenigsten zu haben – natürlich: Zeit.

Ich gebe zu, dass ich inzwischen regelrecht sauer werde, wenn ich merke, dass andere meine Zeit nicht respektieren. Manchmal passiert mir das allerdings auch selbst, indem ich z.B. “sinnlose” Dinge tue, nur um nicht unangenehme Aktionen anpacken zu müssen, die ich noch erledigen muss (wie beispielsweise die Fotos zu sortieren ;-).

Oft erfahre ich auch Zeitverschwendung (STRESS) im Umgang mit anderen. Stress bedeutet für mich unter anderem:

  • Menschen, die etwas von mir wollen, aber nicht auf den Punkt kommen.
  • Menschen, die mich versuchen zu etwas zu drängen, ohne dass ich sie danach gefragt habe.
  • Menschen, die mir Informationen weitergeben, die mich überhaupt nicht interessieren.
  • Seminarleiter oder Vortragende, die mich einschläfern.

Wie erleben Sie das?

  • Wie bewusst gehen Sie mit Ihrer eigenen Zeit um?
  • Wie wichtig und kostbar ist Ihre Zeit Ihnen?
  • Stellen Sie auch öfters fest, dass Sie Zeit totzuschlagen?
  • Nehmen Sie Zeitverschwendungen in Ihrem Leben überhaupt wahr?
  • Wo lassen Sie sich von anderen vor deren Karren spannen und sich dadurch wertvolle Lebenszeit stehlen?

In diesen Zusammenhang passt ganz gut ein Gedicht von Wilhelm Busch…

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde,
war er tätig, war er da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
ohne Ihn, da ging es nicht.
Ohne Ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt’ er frei.
Gestern als sie Ihn begruben,
war er richtig auch dabei.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)