Stressabbau durch aktive Sorgenhygiene.

Dass die Vögel der Sorge über deinem Haupt kreisen, kannst du nicht verhindern,
aber du kannst verhindern dass sie in Deinem Kopf ein Nest bauen.

Sorgen Sie sich auch unter anderem um…

  • die Kinder oder andere Familienmitglieder.
  • um Haustiere.
  • um die Gesundheit.
  • um den Job.
  • um die Zukunft.
  • um die Finanzen. Und… und… und…

Sich Sorgen machen heißt, wir machen uns Gedanken über etwas, das noch nicht eingetroffen ist und mit 90% Wahrscheinlichkeit auch nie eintreffen wird. Und weil es eben noch nicht da ist, haben wir auch keine Chance es tatsächlich zu lösen.

Und – Sorgen vermehren sich, wenn wir unsere Aufmerksamkeit zu sehr auf sie richten. Und so entsteht schnell ein massiv drückender Sorgenberg. Stressabbau ist auf diese Weise so gut wie unmöglich.

Im folgenden einige Tipps zum Stressabbau und wie Sie mit Ihren Sorgen besser umgehen können:

1. Schreiben Sie Ihre Sorgen auf. Formulieren Sie ganz klar, den Grund Ihrer Sorgen und wie Sie die Zukunft sehen.
2. FragenSie sich, was Sie konkret tun können, um einen negativen Ausgang unwahrscheinlicher zu machen.

Beantworten Sie z.B. folgende Fragen:

  • Was habe ich bisher getan, damit …….. nicht eintrifft?
  • Halte ich meine Entscheidungen, die ich bisher in der Sache getroffen habe, für richtig oder möchte ich etwas anderes tun?
  • Was kann ich noch zusätzlich unternehmen, damit ………. nicht eintrifft?
  • Welche Informationen brauche ich noch, um entscheiden zu können, was getan werden muss?
  • Wo kann ich fehlende und zusätzliche Informationen erhalten, um die Situation besser einschätzen zu können?
  • Wen kann ich um Rat und Hilfe bitten?

Mit solchen und ähnlichen Fragen holen Sie sich aus dem Sorgendenken in die Gegenwart zurück und sorgen für einen effizienten Stressabbau. Das ist wichtig, denn nur in der Gegenwart können Sie etwas tun. Sie wissen heute nicht, ob Sie irgendwann an einer schweren Krankheit leiden werden. Worauf Sie jedoch Einfluss haben ist, sich gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen und genug zu schlafen. Wenn Sie sich Sorgen machen, Ihren Job zu verlieren, können Sie sich jetzt entscheiden, sich weiter zu qualifizieren, sich  zusätzliche Fähigkeiten anzueignen oder sich schon einmal auf dem Arbeitsmarkt umzusehen.

Sorgen entziehen Ihnen Kraft und lähmen Ihre Energie. Gehen Sie deshalb Ihre Sorgen aktiv mit den vorgeschlagenen Tipps an.

Und – machen Sie sich eines bewusst: Sie können alles Menschenmögliche tun, um Ihre Befürchtungen so unwahrscheinlich wie möglich zu machen – aber Sie können nicht alles verhindern. Das eine oder andere, worüber Sie sich Sorgen machen, wird eintreffen, ein Großteil davon wird sich jedoch einfach in Luft auflösen. Und vieles wird sogar besser werden, als Sie es sich je erträumt haben.

Ich freue mich auf Ihren Kommentar…