Zeitdruck setzenMichaela-Weber_pixelio_248x165 ganz viele Menschen mit Stress gleich. Wie hängen jetzt Stress und Zeit zusammen. Eigentlich ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was man auf der Uhr ablesen kann. Oder? Nicht wirklich! Obwohl Zeit unser Leben bestimmt, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit.

Wir haben Sinnesorgane, um die Farben, den Geschmack, den Geruch oder die Temperatur in unserer Umwelt wahrzunehmen. Wofür wir keine Sensoren besitzen, ist die Zeit. Unser Gehirn misst Zeit anhand von Ereignissen und Bewegungen. Je mehr passiert, je schneller wir uns bewegen, desto schnelllebiger gestaltet sich die Zeit, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns regelrecht zwischen den Fingern.

Die Frage ist jetzt:
Wie hilft uns dieses Wissen in unserem ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, Zeit intensiv zu nutzen und sie so in unserer subjektiven Empfindung zu vermehren.

Zeit-Normen durchbrechen!
Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Einwohnern von Madagaskar. Sie lassen sich nicht von Zeit-Normen beherrschen. Deshalb haben sie Wörter wie “Gleich” oder “Sofort” aus ihrem Wortschatz gestrichen. Wenn etwas nicht allzu lange warten darf, dann sagt man dort: “Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten”!

Im Amazonasgebiet gibt es einen Indianerstamm, die keine Begriffe haben für “Zukunft und Vergangenheit”. Damit leben diese Menschen ohne Stress und Zeitdruck nur in der Gegenwart und haben das Gefühl unendlich viel Zeit zu haben.

Zeit verschwenden!
Unsere modernen Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel sind extrem zukunftsorientiert und trimmen uns auf Tempo. Nichts kann schnell genug gehen oder erledigt werden. Deshalb verwenden wir ja auch so häufig Formulierungen wie: “Das mache ich noch schnell” oder “wird sofort erledigt”…u. ä.

Wenn wir wieder mehr Gefühl für unsere wertvolle Zeit bekommen wollen, um damit Stress abzubauen und dem Burnoutsyndrom vorzubeugen, sollten wir ganz gezielt Zeiten einbauen, in denen wir bewusst verlangsamen, uns auf die Gegenwart fokussieren – und das wahrnehmen und genießen was gerade ist.

Mein Tipp:
Schalten Sie immer wieder mal um auf Schneckentempo. Dösen Sie träge auf einer Parkbank vor sich hin oder spazieren Sie einfach ziellos durch Ihre Stadt. Setzen Sie sich in ein Cafe und konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die im Moment um Sie herum gerade passieren. Genießen Sie in diesen Momenten das gute Gefühl, ganz viel Zeit für sich selbst zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen allerdings sagen, dass das nur funktioniert, wenn Sie sich solche “Auszeiten” auch als fixe Termine für sich reservieren.