Das Burnoutsyndrom

Das Burnoutsyndrom

Wie hängen Stress und Zeit mit dem Burnoutsyndrom zusammen?
Prinzipiell ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was wir auf der Uhr ablesen können. Ist das tatsächlich so? Obwohl wir alle sehr zeitbestimmt leben, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit. Wir nehmen über unsere Sinne zwar die unterschiedlichsten Reize wahr, für die Zeit jedoch besitzen wir keine Sensoren. Wir bewerten Zeit durch das Erleben von Ereignissen. Dabei gilt, je mehr wir erleben, je hektischer wir an die Dinge herangehen, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns unter den Händen. Wenn dann noch Druck von außen auf uns einwirkt und wir uns vielleicht so gar noch innerlich eigenen Druck aufbauen, entwickelt sich schnell das Gefühl unter Stress zu stehen.

Die Medizin definiert Stress als den Zustand, in dem die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Wie vermeiden wir also am besten Stress? Loriot hat einmal auf die Frage eines Journalisten, wie er den Stress vermeide, folgende Antwort gegeben:

„Um Stress zu haben, habe ich zu wenig Zeit. Man darf es gar nicht so weit kommen lassen, dass man sich gestresst fühlt. Wenn das passiert, hat man sich mehr vorgenommen als man leisten kann. Das darf man nicht zulassen. (eig. Kommentar: …denn das ist letztendlich der Weg in das Burnoutsyndrom)“
(Loriot 2003)

Was bedeutet das für unseren ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, wie wir unsere Zeit nutzen und damit das abgleiten in den Burnout vermeiden.

Dazu einige Burnout-Tips…

Leben Sie Zeit-bewusst!
Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Gehen Sie immer einen Schritt nach dem anderen und den machen Sie dann auch. Denken Sie auch immer daran, je mehr Sie in die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit hineinpacken, umso mehr haben Sie das subjektive Gefühl, die Zeit rast Ihnen davon.

Durchbrechen Sie Zeit-Dogmen!
In Madagaskar lassen sich die Menschen zum Beispiel nicht von Zeit-dogmen eingrenzen. Dort gibt es Begriffe wie „gleich“ oder „sofort“ im Wortschatz nicht. Wenn etwas bald erledigt werden muss, dann sagt man dort: „Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten!“

Verschwenden Sie bewusst Zeit!
Moderne Kommunikationsmittel trimmen uns auf ein immer schnelleres Reagieren.
Schalten Sie um auf bewusste Langsamkeit. Nehmen Sie sich ganz gezielt Zeit zum Nichtstun und erleben Sie bewusst die Langsamkeit. Planen Sie dazu fixe Zeiten in Ihren Tagesrhytmus ein. Planen Sie feste Mittagspausen ein und spazieren Sie in dieser Zeit durch einen Park oder setzen Sie sich in ein Cafe und und beobachten Sie bei einer Tasse Espresso die Hektik um sich herum. Genießen Sie das Gefühl, in diesem Moment ganz viel Zeit für sich zu haben. Schalten Sie in solchen Zeiten das Handy aus…

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