Stress kann viele Ursachen haben. Grundsätzlich gilt: Um eine Stress-Reaktion auszulösen, muss zuerst immer ein Stressreiz vorhanden sein.

Stressursachen sind in den meisten Fällen innere Stressreize. Zu diesen inneren Stressreizen gehört die Art und Weise, wie wir die Dinge um uns herum bewerten. Dazu kommt, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie hohe Anforderungen an sich selbst, Angst vor Verantwortung, mangelndes Vertrauen, schlechtes Zeitmanagement, die Unfähigkeit “Nein” zu sagen als Stress-Ursachen zum tragen kommen.

Beispiele für Einstellungen, die als Stress-Ursachen wirken:

  • Ich bin für alles verantwortlich…
  • Ich muss besser sein als die anderen…
  • Ich muss Rücksicht nehmen…
  • Es gibt immer eine perfekte Lösung…
  • Starke Menschen brauchen keine Hilfe…
  • Ich werde es nie schaffen, mich zu ändern…
  • Es ist wichtig, dass mich alle akzeptieren…
  • Es gibt nichts schlimmeres, als Fehler zu machen…
  • Man kann sich auf niemanden verlassen…
  • Es ist wichtig, dass ich immer die volle Kontrolle über alles habe…
  • Ich brauche einfach jemanden, auf den ich mich stützen kann…
  • Ich bin einfach vom Pech verfolgt…
  • Ich muss es möglichst allen Menschen recht machen
  • Die anderen sind besser dran als ich…

Stressreduktion beginnt damit, dass Sie diese Stress-Ursachen hinterfragen und korrigieren.

  • Muss ich es immer allen und jedem recht machen?
  • Muss ich immer die volle Kontrolle über alles haben?
  • Muss ich immer Rücksicht nehmen?
  • Muss meine Lösung immer perfekt sein usw.

Ihre individuelle Einschätzung entscheidet also darüber, wie gut Sie mit Stress-Ursachen umgehen können.

Diese individuelle Einschätzung von Stress-Ursachen funktioniert nach dem

A-B-C – der Gedanken und Gefühle?

 

Sie nehmen eine Situation wahr:

  • Ein Auto fährt mit 120 km/h auf der Autobahn auf der linken Spur, obwohl rechts alles frei ist…

Sie bewerten diese Situation gedanklich:

  • “Wie kann man nur so bescheuert fahren….”
  • “Glaubt dieser Typ, die linke Fahrbahn gehört ihm allein…”
  • “Fahr endlich zur Seite, du….” usw.

Ihre gedankliche Bewertung löst in Ihnen ein bestimmtes Gefühl aus:

  • Ärger, Wut, Druck im Magen…

und sorgt dafür, dass Sie ein bestimmtes Verhalten zeigen:

  • Lichthupe und rechts überholen

Es ist also nicht der Autofahrer, der Sie ärgert, sondern es sind Ihre gedanklichen Bewertungen der aktuellen Situation, die in Ihnen den Ärger hochsteigen und Sie rechts überholen lässt.

Überprüfen Sie doch einfach immer wieder mal, wie Sie Situationen um sich herum denn so gedanklich bewerten und machen sie nicht ständig andere Menschen für Ihren selbstproduzierten Ärger verantwortlich ;-). Damit reduzieren Sie massiv Ihre Stress-Ursachen.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare….