Was ist der Unterschied zwischen dem Burnout-Syndrom und einer Depression?

Burn-out-SyndromEs werden verschiedene Ansätze zitiert:
Das Burnout-Syndrom ist zu Beginn meist „situations-bezogen“ und greift erst in einem späteren Stadium auf weitere Lebensbereiche über, während die Depression sich von Beginn an in allen Lebensbereichen zeigt.
Menschen mit einem Burnout-Syndrom haben über einen längeren Zeitraum versucht, die Situation zu bewältigen (sie haben “gekämpft”), bevor Sie aufgegeben haben.

Depressionen (vor allen Dingen “endogene”) sind in der Regel einfach da und ohne ärztliche Hilfe nicht in den Griff zu bekommen. Depressive Menschen haben auch keinen Antrieb zu kämpfen, sie können sich zu nichts mehr aufraffen und fühlen sich oft wertlos. Es gibt Depressionen, die wie aus heiterem Himmel plötzlich auftreten – ohne erkennbaren psychischen Hintergrund.

Zum Burn-out-Syndrom kommt es, wenn der Energieverbrauch auf Dauer höher ist als die vorhandene Energie, während die Depression einen Zustand beschreibt, ohne zu wissen, woher dieser Zustand kommt.
Das Burnoutsyndrom ist gekennzeichnet durch einen hohen emotionalen Erschöpfungszustand, der meist bei Menschen auftritt, die sich sehr stark engagieren. Der Einstieg in das Burn-out-Syndrom beginnt oft über idealistische Begeisterung und führt über andauernde Frustrationen hin zur Desillusionierung.

Sehr wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen der klassischen Depression und der depressiven Verstimmung auch depressiven Symptomatik bezeichnet.

Symptome der klassischen Depression (unter anderem):

  • völliger Verlust von Freude oder Trauer,
  • Antriebshemmung,
  • innerer Unruhe,
  • Schlafstörungen.

Symptome der depressiven Verstimmung:

  • Gefühl von Hilflosigkeit
  • mangelnde Möglichkeit der Einflussnahme
  • Zunehmender Leistungsdruck

Beim Burnout-Syndrom zeigt sich in der Regel – zumindest in den Anfangsphasen oft auch eine depressive Verstimmung. Dies äußert sich zum Beispiel in einem Widerwillen gegen die Arbeitssituation, in Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, dem Gefühl etwas tun zu müssen, das ich überhaupt nicht mehr tun möchte etc.
In späteren Burnoutphasen lassen sich dann das Burnoutsyndrom und die Depression immer schwieriger trennen. Das hat einfach damit zu tun, dass im fortgeschrittenen Zustand des Burnout die Schwierigkeiten die am Anfang vielleicht nur auf den Leistungsbereich zutrafen, nun auch auf andere Lebensbereiche übergreifen. War es am Anfang noch möglich, wenigstens ab und zu Ruhe und Entspannung zu finden, wird mit zunehmender Dauer alles “eine Suppe”.

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