Stress testWarum fällt es uns so schwer aus unseren Stressmustern auszusteigen? Woran liegt es, dass wir in die Burnout-Falle tappen, obwohl wir doch höchst intelligente Wesen sind?

Je mehr Sie von Ihrer Persönlichkeitsstruktur her verstehen, was Ihr Handeln auslöst, umso besser können Sie Ihr Verhalten steuern und damit Ihre Lebensumstände kontrollieren.

Die Ausgangsfrage ist: Warum verhalten wir uns besonders in Stress-Situationen genauso und nicht anders?
Die Antwort liegt in unseren inneren Motiven, in dem was wir gelernt haben, das, was uns unsere Eltern, unsere Umwelt vermittelt haben.

Folgende Motive kommen dabei vorrangig zum Tragen:

  • Anpassung
  • Pflichtbewusstsein
  • Gewohnheit
  • Vermeidung negativer Konsequenzen
  • Das Bedürfnis nach Anerkennung
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit
  • Gewinnstreben
  • Das Streben nach Macht

In diesem Post geht es um die ersten 4 Grundbedürfnisse.

Anpassung
Ein Großteil der Menschen orientiert sich an dem, was andere machen. Weil “man” es halt eben so macht, bzw. schon immer so gemacht hat. Das zu tun, was andere tun, ohne es kritisch zu hinterfragen, kann äußerst problematisch werden.

Fragen Sie sich:

  • Tut mir das wirklich gut?
  • Hilft mir dieses Verhalten, mich weiterzuentwickeln?
  • Welche meiner automatisierten Verhaltensweisen wirken sich negativ auf mich aus?

Pflichtbewusstsein
Das Motiv Pflichtbewusstsein hängt eng mit dem Motiv “Anpassung” zusammen. Weil wir es jedem oder möglichst vielen Menschen recht machen wollen, vernachlässigen wir teilweise bis zur Selbstaufgabe unsere ureigensten Bedürfnisse.

Fragen Sie sich:

  • Was alles tun Sie aus Pflichtbewusstsein und übersteigertem Verantwortungsbewusstsein?
  • Womit setzen Sie sich selbst unter Stress?

Gewohnheiten
Viele unserer Verhaltensweisen entstehen aus dem Grundbedürfnis, den möglichst bequemen Weg, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Gewohnheiten geben uns auf eine gewisse Weise Stressfreiheit und Sicherheit, dadurch, dass wir wissen, wie die Umwelt auf unsere “Gewohnheiten” reagiert.

Wenn wir uns in unseren Gewohnheiten aufhalten, bedeutet das auch, dass wir uns nicht aus unserer Komfortzone heraus bewegen, sondern die Dinge so machen, wir wir sie immer gemacht haben. Eben den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Wenn wir das tun, was wir schon immer getan haben, werden wir kaum neue Erfahrungen machen und damit dort stehen bleiben, wo wir schon immer standen.

Fragen Sie sich:

  • Was tun Sie alles aus Gewohnheit?
  • Wo sorgen Ihre Gewohnheiten für einen Stillstand in Ihrer Entwicklung?
  • Wo bremsen Ihre Gewohnheiten Sie in Ihrer Weiterentwicklung aus?

Das Vermeiden negativer Konsequenzen
Wir Menschen haben zwei Grundmotivatoren. Einmal die Motivation, dorthin zu gelangen wo wir Lust empfinden und zum anderen uns von allem zu entfernen, was uns Frust und Unlust bereitet. Dieses Grundprinzip Lust zu gewinnen und Frust zu vermeiden, also einer Bestrafung oder negativen Konsequenzen zu entgehen, gilt grundsätzlich für alle Menschen. Worin wir uns unterscheiden, ist das was jeder Einzelne als Frust bzw. Lust definiert. Wie viele Menschen würden morgens ausschlafen, wenn Ihnen nicht beim Klingeln des Weckers schlagartig die negativen Konsequenzen des Ausschlafens bewusst würden.

Fragen Sie sich:

  • Was belegen Sie in Ihrem Kopf mit Frust und Unlust?
  • Welche Verhaltensweisen zeigen Sie, um negative Konsequenzen zu vermeiden?

Im nächsten Post sehen wir uns die restlichen Motive  Gewinnstreben, Sicherheit und Macht genauer an…