Stress und das Burnoutsyndrom durch ACT verhindern

In diesem Post möchte ich Ihnen einen Stressbewältigungsansatz mit dem Thema Gedanken und Grübeln näher bringen.

Die Methode, kommt aus Amerika, heißt „Acceptance and Commitment Therapy” (ACT) und stammt aus dem gleichnamigen Buch “Acceptance and Commitment Therapy” von Steven Hayes, Kelly Wilson, Kirk Strosahl.
Danach gibt es zwei Arten von Schmerz: Einmal den „schmutzigen Schmerz”, der gekennzeichnet ist durch ein allgemeines Unbehagen, das Sie auf Grund Ihrer Gedanken über die Realität empfinden. Dieser Schmerz entsteht durch ein ständiges Vergleichen zwischen dem, was Sie tun, und dem, was Sie “eigentlich” tun „sollten” oder “haben” möchten. Wenn sich unglücklich fühlen und Stress haben, leiden Sie in den meisten Fällen nicht an der Wirklichkeit, sondern an Ihren Gedanken über diese Wirklichkeit. Der Vergleich mit dem sogenannten „sauberen Schmerz” macht das deutlich, denn dieser ist durch Objektivität gekennzeichnet.

Wenn Sie bei einem Unfall verletzt werden, wenn Sie einen lieben Angehörigen verlieren, wenn Sie hohe Schulden haben – die Ursache von „sauberem” Schmerz ist immer unzweifelhaft und objektiv. Der saubere Schmerz bringt Sie in direkten Kontakt mit der Realität und bietet Ihnen damit auch die Möglichkeit aktiv gegen Stress und das Burnoutsyndrom anzugehen. Sei es durch eine Therapie oder durch andere lösungsorientierte konkrete Stressbewältigungs-Massnahmen.

Solange Sie Widerstand gegen etwas leisten, das Sie nicht unter Kontrolle haben, entfernen Sie sich immer weiter von der Realität und steigen immer tiefer in den Stress-Mechanismus ein. Die Vorstellung von dem, wie es „sein sollte”, ist ganz häufig unscharf und verschwommen. Als Ergebnis entsteht eine innere Leere, die Sie in der Regel darauf zurückführen können, dass Sie nicht das bekommen, was Sie wollen. Sie schwanken zwischen Selbstbeschuldigung (das erzeugt zusätzlichen Stress) und der Beschuldigung anderer.

Wir alle tragen kleine Protestierer in uns mit Aussagen wie: „Ich bin zu dick.” „Ich bin überarbeitet.” „Ich schaffe nicht, was ich mir vornehme.” „In dieser Beziehung gehe ich noch kaputt.” Machen Sie sich klar: Jede dieser Aussagen verursacht schmutzigen Schmerz. Ihre Gedanken sind jedoch nicht die Wahrheit und Ihre Gedanken sind nicht Sie.

Sie sind der Chef in Ihem Kopf, in dem diese Protestierer Stellung bezogen haben. Sehen Sie Ihre Sorgen, aber lassen Sie sich nicht von Ihnen beherrschen, denn 90% der Katastrophen, die Sie sich in Ihrem Kopf ausmalen, werden so garantiert nie eintreten.

Ein chinesisches Sprichwort sagt dazu:

Der Verstand ist ein wunderbarer Diener, aber ein schrecklicher Herrscher.
Dass die Vögel der Sorge über Deinem Haupt kreisen läßt sich nicht verhindern,
aber dass sie dort oben Nest bauen, das kannst du verhindern!

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