Ohne Burnout-SyndromJeder von uns erlebt Stress-Situationen und muss diese bestehen. Doch einigen gelingt das besser als anderen. Und die machen aus Niederlagen dann oft sogar große Lebenserfolge!
Krisen können ungeheure Energien in uns freisetzen und uns dazu motivieren das Leben neu zu bewerten. Psychologen sprechen bei Menschen, die ein konstruktives inneres Krisenmanagement haben, von “Resilienz“. Sie vergleichen einen resilienten Menschen mit einem Boxer, der zu Boden geht, ausgezählt wird, wieder aufsteht und danach seine Taktik total verändert. Anstatt mit seinem Schicksal zu hadern und der momentanen Krisensituation zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, sucht er einen Ausweg aus dieser kritischen Situation.

Dabei wurden 5 Fähigkeiten entdeckt, die Menschen mit diesem “R-Faktor” zu innerer Stärke verhelfen:

1. Akzeptanz:
Wenn ich einen Zustand verleugne heißt dass, meine weitere Entwicklung und einen weiteren Lernprozess zu verhindern. Studien zufolge neigen über 70% aller Menschen zu diesem Verhalten! Aus Angst vor zu großen Schmerzen gehen Sie nach Mißerfolgen und Niederlagen möglichst schnell zur Tagesordnung über und verpassen dadurch wichtige Chancen zur Weiterentwicklung.

2. Handlungsfähigkeit:
Womit habe ich das alles verdient? Warum passiert das gerade mir? Diese problemorientierten Fragen führen in die klassische Opferhaltung. Resiliente Menschen – so die neuesten Forschungsergebnisse – sind sogar im tiefen Schmerz in der Lage sich die richtigen und wichtigen Fragen zu stellen:

  • Was ist mein Problem?
  • Wie finde ich aus dieser Stress-Situation schnellsten wieder raus?
  • Wie kann ich am besten mit dieser Situation umgehen?

Was dabei ganz wichtig ist, sie suchen in ihrem sozialen Netz nach Unterstützung und bitten um Hilfestellung – eine extrem wichtige Voraussetzung, um das Burnout-Syndrom zu vermeiden.

3. Befristung:
Ohne die Überzeugung, dass sich irgendwann alles, auch die momentane Stress-Situation wieder zum Positiven wendet, ist Widerstandsfähigkeit nicht denkbar. Menschen mit diesem “R-Faktor” machen sich bewusst, dass auch Krisen befristet sind und irgendwann zu Ende gehen.

4. Selbstschutz:
In einer Krise reagieren wir Menschen sehr schnell mit Selbstvorwürfen. Resiliente Menschen unterscheiden sich dadurch von anderen, dass sie sehr schnell beginnen, die Verantwortung für die Situation zu klären. Das bedeutet, dass sie aus den eigenen Schuldgefühlen aussteigen und die verantwortlichen Faktoren realistisch bewerten und einschätzen.

5. Veränderungsbereitschaft:
Jobverlust, Scheidung, Krankheit, Tod – alles Themen, über die einer Untersuchung zufolge 67% der Deutschen nicht nachdenken möchten, weil Sie massiven Stress bedeuten. Wenn wir eine sorglose Gegenwart und Zukunft ohne Stress für selbstverständlich halten, werden wir kommenden Herausforderungen nicht gewachsen sein.
Resiliente Menschen, das zeigen die Forschungsergebnisse eindeutig, bereiten sich gedanklich auf eventuelle schwierige Lebenssituationen vor, sorgen damit für Stressabbau und Vermeidung eines Burnoutsyndroms. Dieses vorausschauende Krisenmanagement (Was könnte schlimmstenfalls geschehen und wie gehe ich dann damit um?) stärkt die innere Widerstandskraft um bis zu 70%.

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