Am meisten gefährdet sind Menschen, die eine Kombination zwischen Helfersyndrom und Perfektionismus aufweisen.

Beim Helfersyndrom opfern sich die Betroffenen regelrecht auf, da sie immer für andere da sind, für alle ein offenes Ohr haben und so sich mehr zumuten, als es ihre eigene Energie eigentlich zulässt.

Der Hintergrund dieses aufopferungsvollen Einsatzes ist die Suche nach Bestätigung des eigenen Selbstwertgefühles. Durch ihren übermäßigen Einsatz fühlen sie sich wichtig und gebraucht. Im Vordergrund stehen immer die Bedürfnisse anderer – die eigenen treten als unwichtig in den Hintergrund.

Typisches Kennzeichen eines Helfersyndroms ist, wenn die Bilanz zwischen Geben und Nehmen aus dem Gleichgewicht gerät. Das Geben überwiegt das Nehmen. Im Vordergrund steht die Retterrolle. Menschen mit einem ausgeprägten Helfersyndrom geht es nicht mehr um die wirklichen Bedürfnisse der anderen, sondern um die Stärkung der eigenen Anerkennung durch – häufig – ungefragte Hilfe.

Helfer hören dann nicht (mehr) auf die Bedürfnisse des Hilfsbedürftigen, sondern helfen ungefragt. Dies führt zu chronischer Überforderung bis hin zur chronischen Erschöpfung und dem Burnoutsyndrom.

Da die Frage nach den Ursachen in der Regel die eigenen Schwachpunkte aufzeigen würde, nimmt man gerne das Angebot von Therapeuten an, die Überlastungssymptome mit Medikamenten zu unterdrücken, um die Belastung weiterhin auszuhalten zu können.

Kommt dann noch zusätzlich zum Helfersyndrom ein hoher Anteil an Perfektionismus dazu, ist die Gefahr eines Burnouts schon fast sicher vorherzusagen. Perfektionisten brauchen stets 120%.

Wenn sie das Gefühl haben, dass sie ihre Vorstellungen von Genauigkeit nicht realisieren können, strengen sich ständig mehr an und ihre Batterie läuft langsam leer. Es entsteht ein Kreislauf – je weniger sie zustande bringen, umso mehr strengen sie sich an, umso mehr entleert sich ihr Akku und umso eher kommt es zum Burnoutsyndrom.

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