9
Nov

Der Vergangenheit – der Gegenwart – und der Zukunft!
Je nachdem, mit was wir uns gerade beschäftigen, haben wir das Gefühl, die Zeit vergeht wie im Flug oder sie zieht sich quälend langsam dahin.
Wenn uns etwas brennend interessiert, verfliegt die Zeit regelrecht, müssen wir uns dagegen mit etwas beschäftigen, dass uns unangenehm ist, dauert es scheinbar ewig.

Auch das Alter spielt eine entscheidende Rolle bei der Zeitwahrnehmung. Kinder haben ganz selten das Gefühl zu wenig Zeit zu haben – sie  verlieren sich im Spiel und glauben dann alle Zeit der Welt zu haben.
Je älter wir jedoch werden, umso mehr wird uns bewusst, dass uns immer weniger Zeit zur Verfügung steht. Als Konsequenz packen wir immer noch mehr in die zur Verfügung stehende Zeit – und unterliegen dem Trugschluss, diese damit so effizient wie möglich zu nutzen.
 Je mehr wir allerdings in diesen Zeitrahmen hineinpacken, umso mehr haben wir wieder das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben.

Wenn Sie das Gefühl von Zeit haben genießen wollen, dann empfehle ich Ihnen, ganz gezielt weniger in die zur Verfügung stehende Zeit packen, umso zumindest  subjektiv “mehr Zeit” zu haben und damit dem Zeitdruck zu entgehen.

 

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13
Apr

Heutzutage muss alles möglichst schnell und unter Zeitdruck gehen. Wir gehen schnell mal was essen, noch schnell unter die Dusche, erledigen kurz noch dies oder jenes. Schnelligkeit und Zeitdruck ist zum entscheidenden Kriterium geworden. Fast scheint es, dass Zeiten, in denen wir einfach nichts tun, schon zu den Besonderheiten gezählt werden. Selbst die Nase putzen wir uns mit “Tempo”.

Wir versuchen dem Zeitdruck dadurch zu begegnen, indem wir möglichst viel gleichzeitig machen. Optimale Zeitnutzung durch Gleichzeitigkeit: Telefonieren beim Autofahren oder während dem Essen ins Internet gehen.
Diese “Gleichzeitigkeit in Verbindung mit Zeitdruck” prägt unseren Alltag. Fast alle Nachrichtensender blenden neben den “normalen” Informationen Laufbänder mit zusätzlichen Informationen über Börsenkurse oder Katastrophenmeldungen ein. Autos, Züge oder Flugzeuge sind Zweitbüros, in denen wir arbeiten, online sind oder telefonieren.

Menschen, die einfach nur spazieren gehen, sind für uns schon fast unnormal – zumindest während der gängigen Arbeitszeiten.
Sind Sie auch vom allgegenwärtigen Tempowahn und Zeitdruck infiziert?

Machen Sie den Test:

  • Ich stehe meistens unter Anspannung und Zeitdruck.
    Ja – Nein
  • Normalerweise mache ich mehrere Sachen gleichzeitig.
    Ja – Nein
  • Häufig falle ich anderen ins Wort und beende deren Sätze.
    Ja – Nein
  • Ich fahre meistens mit hohem Tempo und wechsle immer wieder die Fahrspur.
    Ja – Nein
  • Ich tendiere dazu mein Essen hinunter zu schlingen
    Ja – Nein
  • Ich habe oft das Gefühl, wegen dem hohem Zeitdruck das alles nicht  mehr zu schaffen.
    Ja – Nein
  • Ohne Armbanduhr fühle ich mich hilflos und nervös.
    Ja – Nein
  • Ich habe viel zu wenig Zeit für soziale Kontakte.
    Ja – Nein

Wenn Sie mehr als viermal mit “Ja” geantwortet haben, tendieren Sie auch dazu, Opfer des allgemeinen Tempowahns und Zeitdrucks zu werden.

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6
Aug

Wie gehen Sie mit ihrer Zeit um?

Es gibt eine Form von Totschlag, die nicht nur legal, sondern leider auch weit verbreitet ist. Fast jeder von uns dürfte sich dessen schon schuldig gemacht haben!
Was da totgeschlagen wird?

Die Zeit!

Wir benutzen das ja nicht nur in unserem Sprachgebrauch so, sondern tatsächlich wird Zeit oftmals (r)umgebracht: Durch sinnlose Tätigkeiten, nutzloses Warten und durch Zeitvertreib, der uns keine wirkliche Befriedigung bringt (auch so eine Formulierung: “Zeit vertreiben“…).

Machen wir uns jedesmal bewusst, auf welche Art wir mit unserer Zeit umgehen?

  • Was gibt es Kostbareres als unsere Zeit?
  • Was kann mehr wert sein, als die begrenzte Zeit, die uns zur Verfügung steht?
  • Was glauben die meisten Menschen am wenigsten zu haben – natürlich: Zeit.

Ich gebe zu, dass ich inzwischen regelrecht sauer werde, wenn ich merke, dass andere meine Zeit nicht respektieren. Manchmal passiert mir das allerdings auch selbst, indem ich z.B. “sinnlose” Dinge tue, nur um nicht unangenehme Aktionen anpacken zu müssen, die ich noch erledigen muss (wie beispielsweise die Fotos zu sortieren ;-) .

Oft erfahre ich auch Zeitverschwendung (STRESS) im Umgang mit anderen. Stress bedeutet für mich unter anderem:

  • Menschen, die etwas von mir wollen, aber nicht auf den Punkt kommen.
  • Menschen, die mich versuchen zu etwas zu drängen, ohne dass ich sie danach gefragt habe.
  • Menschen, die mir Informationen weitergeben, die mich überhaupt nicht interessieren.
  • Seminarleiter oder Vortragende, die mich einschläfern.

Wie erleben Sie das?

  • Wie bewusst gehen Sie mit Ihrer eigenen Zeit um?
  • Wie wichtig und kostbar ist Ihre Zeit Ihnen?
  • Stellen Sie auch öfters fest, dass Sie Zeit totzuschlagen?
  • Nehmen Sie Zeitverschwendungen in Ihrem Leben überhaupt wahr?
  • Wo lassen Sie sich von anderen vor deren Karren spannen und sich dadurch wertvolle Lebenszeit stehlen?

In diesen Zusammenhang passt ganz gut ein Gedicht von Wilhelm Busch…

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde,
war er tätig, war er da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
ohne Ihn, da ging es nicht.
Ohne Ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt’ er frei.
Gestern als sie Ihn begruben,
war er richtig auch dabei.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

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15
Apr

Zeitdruck setzenMichaela-Weber_pixelio_248x165 ganz viele Menschen mit Stress gleich. Wie hängen jetzt Stress und Zeit zusammen. Eigentlich ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was man auf der Uhr ablesen kann. Oder? Nicht wirklich! Obwohl Zeit unser Leben bestimmt, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit.

Wir haben Sinnesorgane, um die Farben, den Geschmack, den Geruch oder die Temperatur in unserer Umwelt wahrzunehmen. Wofür wir keine Sensoren besitzen, ist die Zeit. Unser Gehirn misst Zeit anhand von Ereignissen und Bewegungen. Je mehr passiert, je schneller wir uns bewegen, desto schnelllebiger gestaltet sich die Zeit, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns regelrecht zwischen den Fingern.

Die Frage ist jetzt:
Wie hilft uns dieses Wissen in unserem ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, Zeit intensiv zu nutzen und sie so in unserer subjektiven Empfindung zu vermehren.

Zeit-Normen durchbrechen!
Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Einwohnern von Madagaskar. Sie lassen sich nicht von Zeit-Normen beherrschen. Deshalb haben sie Wörter wie “Gleich” oder “Sofort” aus ihrem Wortschatz gestrichen. Wenn etwas nicht allzu lange warten darf, dann sagt man dort: “Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten”!

Im Amazonasgebiet gibt es einen Indianerstamm, die keine Begriffe haben für “Zukunft und Vergangenheit”. Damit leben diese Menschen ohne Stress und Zeitdruck nur in der Gegenwart und haben das Gefühl unendlich viel Zeit zu haben.

Zeit verschwenden!
Unsere modernen Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel sind extrem zukunftsorientiert und trimmen uns auf Tempo. Nichts kann schnell genug gehen oder erledigt werden. Deshalb verwenden wir ja auch so häufig Formulierungen wie: “Das mache ich noch schnell” oder “wird sofort erledigt”…u. ä.

Wenn wir wieder mehr Gefühl für unsere wertvolle Zeit bekommen wollen, um damit Stress abzubauen und dem Burnoutsyndrom vorzubeugen, sollten wir ganz gezielt Zeiten einbauen, in denen wir bewusst verlangsamen, uns auf die Gegenwart fokussieren – und das wahrnehmen und genießen was gerade ist.

Mein Tipp:
Schalten Sie immer wieder mal um auf Schneckentempo. Dösen Sie träge auf einer Parkbank vor sich hin oder spazieren Sie einfach ziellos durch Ihre Stadt. Setzen Sie sich in ein Cafe und konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die im Moment um Sie herum gerade passieren. Genießen Sie in diesen Momenten das gute Gefühl, ganz viel Zeit für sich selbst zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen allerdings sagen, dass das nur funktioniert, wenn Sie sich solche “Auszeiten” auch als fixe Termine für sich reservieren.

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