6
Aug

Wie gehen Sie mit ihrer Zeit um?

Es gibt eine Form von Totschlag, die nicht nur legal, sondern leider auch weit verbreitet ist. Fast jeder von uns dürfte sich dessen schon schuldig gemacht haben!
Was da totgeschlagen wird?

Die Zeit!

Wir benutzen das ja nicht nur in unserem Sprachgebrauch so, sondern tatsächlich wird Zeit oftmals (r)umgebracht: Durch sinnlose Tätigkeiten, nutzloses Warten und durch Zeitvertreib, der uns keine wirkliche Befriedigung bringt (auch so eine Formulierung: “Zeit vertreiben“…).

Machen wir uns jedesmal bewusst, auf welche Art wir mit unserer Zeit umgehen?

  • Was gibt es Kostbareres als unsere Zeit?
  • Was kann mehr wert sein, als die begrenzte Zeit, die uns zur Verfügung steht?
  • Was glauben die meisten Menschen am wenigsten zu haben – natürlich: Zeit.

Ich gebe zu, dass ich inzwischen regelrecht sauer werde, wenn ich merke, dass andere meine Zeit nicht respektieren. Manchmal passiert mir das allerdings auch selbst, indem ich z.B. “sinnlose” Dinge tue, nur um nicht unangenehme Aktionen anpacken zu müssen, die ich noch erledigen muss (wie beispielsweise die Fotos zu sortieren ;-) .

Oft erfahre ich auch Zeitverschwendung (STRESS) im Umgang mit anderen. Stress bedeutet für mich unter anderem:

  • Menschen, die etwas von mir wollen, aber nicht auf den Punkt kommen.
  • Menschen, die mich versuchen zu etwas zu drängen, ohne dass ich sie danach gefragt habe.
  • Menschen, die mir Informationen weitergeben, die mich überhaupt nicht interessieren.
  • Seminarleiter oder Vortragende, die mich einschläfern.

Wie erleben Sie das?

  • Wie bewusst gehen Sie mit Ihrer eigenen Zeit um?
  • Wie wichtig und kostbar ist Ihre Zeit Ihnen?
  • Stellen Sie auch öfters fest, dass Sie Zeit totzuschlagen?
  • Nehmen Sie Zeitverschwendungen in Ihrem Leben überhaupt wahr?
  • Wo lassen Sie sich von anderen vor deren Karren spannen und sich dadurch wertvolle Lebenszeit stehlen?

In diesen Zusammenhang passt ganz gut ein Gedicht von Wilhelm Busch…

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde,
war er tätig, war er da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
ohne Ihn, da ging es nicht.
Ohne Ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt’ er frei.
Gestern als sie Ihn begruben,
war er richtig auch dabei.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

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1
Jul

Verhinderungsstrategie Nr. 1: Ich habe keine Zeit

Der Schatz der Schnecke…
Die Tiere beklagten sich, dass die Menschen ihnen immer wieder Dinge wegnähmen.

  • „Sie klauen meine Milch“ schimpfte die Kuh.
  • „Sie stehlen meine Eier“ jammerte die Henne.
  • „Sie nehmen mein Fleisch“ beschwerte sich das Schwein.

Schließlich meldete sich die Schnecke und sagte: „ Ich habe etwas, was die Menschen auch gerne hätten – aber sie können es mir nicht wegnehmen“.
„Und was ist das“ fragten die anderen Tiere ganz gespannt.

Die Antwort der Schnecke war kurz: „Ich habe Zeit“!

Haben Sie tatsächlich keine Zeit – oder sind Ihnen schlicht weg andere Dinge einfach wichtiger. Wir alle haben 24 Stunden am Tag zur Verfügung – was wir daraus machen liegt allein an unserer ganz persönlichen Zeitführung.
Oft liegt es nicht an der mangelnden Zeit sondern daran, dass wir aus dieser Aussage für uns einen klaren Nutzen ziehen.
Wenn wir „keine Zeit haben“ bedeutet das für uns zum Beispiel den Sekundärgewinn „Anerkennung durch Kollegen wegen übermäßiger Belastung“. Wenn Sie “keine Zeit” zum Laufen haben, ist der Sekundärgewinn das „alternative und bequeme Sofa“.

Der Sekundärgewinn ist also der Preis, den Sie für die Erreichung Ihrer Lebensqualität bezahlen – dafür ist eine Entscheidung notwendig, die Sie treffen können – nicht müssen.
Es gibt viele positive Aspekte, ein Ziel, das Sie sich gesetzt haben nicht zu erreichen. Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen für Sie: Welche Annehmlichkeiten sind Sie bereit für eine Steigerung Ihrer Lebensqualität aufzugeben (bequemes Sofa..etc.)?
Sie werden auf Dauer nur dann Ihre Ziele erreichen, wenn Sie sich entscheiden Ihre Komfortzone zu verlassen und den erforderlichen Preis zu bezahlen. Solange Sie dazu nicht bereit sind, werden Sie immer wieder in die Stressfalle tappen.

Verhinderungsstrategie Nr. 2: Womit vergleichen Sie Ihre Leistungen?

Unsere Vergleichsmaßstäbe für unsere Leistungen setzen wir meist viel zu hoch an – und sorgen damit aus unserer Sichtweise garantiert für Misserfolg und damit für Stress.

Beispiel: Wer sich als Magier mit David Copperfield vergleicht, wird an seiner Vorführung keine Freude mehr haben und wer sich als Bodybuilder mit einem Monat Studioerfahrung mit Arnold Schwarzenegger vergleicht, wird nur noch frustriert sein.

  • Mit was oder wem vergleichen Sie sich?
  • Wie würde jemand anderer Ihre Leistung beurteilen?
  • Nehmen Sie Ihre Erfolge bewusst wahr oder sehen Sie nur Misserfolge?
  • Belohnen Sie sich regelmäßig für Ihre Erfolge?

Aufgabe:

Wo sehen Sie Ansatzpunkte etwas zu verändern?
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9
Jan

Das Burnoutsyndrom

Das Burnoutsyndrom

Wie hängen Stress und Zeit mit dem Burnoutsyndrom zusammen?
Prinzipiell ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was wir auf der Uhr ablesen können. Ist das tatsächlich so? Obwohl wir alle sehr zeitbestimmt leben, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit. Wir nehmen über unsere Sinne zwar die unterschiedlichsten Reize wahr, für die Zeit jedoch besitzen wir keine Sensoren. Wir bewerten Zeit durch das Erleben von Ereignissen. Dabei gilt, je mehr wir erleben, je hektischer wir an die Dinge herangehen, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns unter den Händen. Wenn dann noch Druck von außen auf uns einwirkt und wir uns vielleicht so gar noch innerlich eigenen Druck aufbauen, entwickelt sich schnell das Gefühl unter Stress zu stehen.

Die Medizin definiert Stress als den Zustand, in dem die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Wie vermeiden wir also am besten Stress? Loriot hat einmal auf die Frage eines Journalisten, wie er den Stress vermeide, folgende Antwort gegeben:

“Um Stress zu haben, habe ich zu wenig Zeit. Man darf es gar nicht so weit kommen lassen, dass man sich gestresst fühlt. Wenn das passiert, hat man sich mehr vorgenommen als man leisten kann. Das darf man nicht zulassen. (eig. Kommentar: …denn das ist letztendlich der Weg in das Burnoutsyndrom)”
(Loriot 2003)

Was bedeutet das für unseren ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, wie wir unsere Zeit nutzen und damit das abgleiten in den Burnout vermeiden.

Dazu einige Burnout-Tips…

Leben Sie Zeit-bewusst!
Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Gehen Sie immer einen Schritt nach dem anderen und den machen Sie dann auch. Denken Sie auch immer daran, je mehr Sie in die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit hineinpacken, umso mehr haben Sie das subjektive Gefühl, die Zeit rast Ihnen davon.

Durchbrechen Sie Zeit-Dogmen!
In Madagaskar lassen sich die Menschen zum Beispiel nicht von Zeit-dogmen eingrenzen. Dort gibt es Begriffe wie „gleich“ oder „sofort“ im Wortschatz nicht. Wenn etwas bald erledigt werden muss, dann sagt man dort: „Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten!“

Verschwenden Sie bewusst Zeit!
Moderne Kommunikationsmittel trimmen uns auf ein immer schnelleres Reagieren.
Schalten Sie um auf bewusste Langsamkeit. Nehmen Sie sich ganz gezielt Zeit zum Nichtstun und erleben Sie bewusst die Langsamkeit. Planen Sie dazu fixe Zeiten in Ihren Tagesrhytmus ein. Planen Sie feste Mittagspausen ein und spazieren Sie in dieser Zeit durch einen Park oder setzen Sie sich in ein Cafe und und beobachten Sie bei einer Tasse Espresso die Hektik um sich herum. Genießen Sie das Gefühl, in diesem Moment ganz viel Zeit für sich zu haben. Schalten Sie in solchen Zeiten das Handy aus…

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