27
Feb

Was ist der Unterschied zwischen dem Burnout-Syndrom und einer Depression?

Burn-out-SyndromEs werden verschiedene Ansätze zitiert:
Das Burnout-Syndrom ist zu Beginn meist „situations-bezogen“ und greift erst in einem späteren Stadium auf weitere Lebensbereiche über, während die Depression sich von Beginn an in allen Lebensbereichen zeigt.
Menschen mit einem Burnout-Syndrom haben über einen längeren Zeitraum versucht, die Situation zu bewältigen (sie haben “gekämpft”), bevor Sie aufgegeben haben.

Depressionen (vor allen Dingen “endogene”) sind in der Regel einfach da und ohne ärztliche Hilfe nicht in den Griff zu bekommen. Depressive Menschen haben auch keinen Antrieb zu kämpfen, sie können sich zu nichts mehr aufraffen und fühlen sich oft wertlos. Es gibt Depressionen, die wie aus heiterem Himmel plötzlich auftreten – ohne erkennbaren psychischen Hintergrund.

Zum Burn-out-Syndrom kommt es, wenn der Energieverbrauch auf Dauer höher ist als die vorhandene Energie, während die Depression einen Zustand beschreibt, ohne zu wissen, woher dieser Zustand kommt.
Das Burnoutsyndrom ist gekennzeichnet durch einen hohen emotionalen Erschöpfungszustand, der meist bei Menschen auftritt, die sich sehr stark engagieren. Der Einstieg in das Burn-out-Syndrom beginnt oft über idealistische Begeisterung und führt über andauernde Frustrationen hin zur Desillusionierung.

Sehr wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen der klassischen Depression und der depressiven Verstimmung auch depressiven Symptomatik bezeichnet.

Symptome der klassischen Depression (unter anderem):

  • völliger Verlust von Freude oder Trauer,
  • Antriebshemmung,
  • innerer Unruhe,
  • Schlafstörungen.

Symptome der depressiven Verstimmung:

  • Gefühl von Hilflosigkeit
  • mangelnde Möglichkeit der Einflussnahme
  • Zunehmender Leistungsdruck

Beim Burnout-Syndrom zeigt sich in der Regel – zumindest in den Anfangsphasen oft auch eine depressive Verstimmung. Dies äußert sich zum Beispiel in einem Widerwillen gegen die Arbeitssituation, in Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, dem Gefühl etwas tun zu müssen, das ich überhaupt nicht mehr tun möchte etc.
In späteren Burnoutphasen lassen sich dann das Burnoutsyndrom und die Depression immer schwieriger trennen. Das hat einfach damit zu tun, dass im fortgeschrittenen Zustand des Burnout die Schwierigkeiten die am Anfang vielleicht nur auf den Leistungsbereich zutrafen, nun auch auf andere Lebensbereiche übergreifen. War es am Anfang noch möglich, wenigstens ab und zu Ruhe und Entspannung zu finden, wird mit zunehmender Dauer alles “eine Suppe”.

Bild: Fotolia.de

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12
Feb


Burnout SyndromStufe 4 – Sie verdrängen Konflikte

Sie gehen Konflikten aus dem Weg. Es kommt zu Fehlern in Ihrer Arbeitsweise und Ihrem Verhalten. Termine können häufig nicht mehr eingehalten werden, Sie verspüren Hektik. Zum erstenmal nehmen Sie das Gefühl von Überforderung wahr. Sie tendieren dazu anderen die Schuld für Ihre Fehlleistungen in die Schuhe zu schieben.
Menschen in Ihrer sozialen Umgebung, die Sie auf Ihr verändertes Verhalten ansprechen, begegnen Sie unfreundlich und gereizt. Die Anerkennung aus dem beruflichen Kontext wird Ihnen immer wichtiger.

Stufe 5 – Bestehende Werte werden umgedeutet
Alle was Ihnen bisher wichtig war – Familie, Kinder, Freunde etc. – wird immer unwichtiger. Es gibt nur noch ein Ziel: Leistung um jeden Preis. Dafür arbeiten Sie Tag und Nacht, selbst die Wochenenden sind nicht mehr tabu. Ihre Energie richtet sich darauf, um jeden Preis zu funktionieren und die an Sie gestellten Erwartungen zu erfüllen.
Die Pflege von Beziehungen tritt immer mehr in den Hintergund, Freundschaften schlafen ein, weil Sie sich keine Zeit für deren Pflege nehmen – für die Partnerschaft besteht akute Gefahr

Sie tun alles um noch funktionsfähig zu bleiben. Dazu gehört auch der Putsch -und Schlafmittelmissbrauch als künstliche Steuerung von Wach – und Schlafrhythmus.

Stufe 6 – Auftretende Probleme werden kleingeredet und verleugnet
Ihr Körper zeigt Ihnen mit typischen Merkmalen eines Burnout Syndroms die gelbe Karte und sendet Ihnen deutliche Warnsignale. Dazu gehören chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, je nach Typ auch Magenschmerzen oder Rückenbeschwerden. Trotzdem versuchen Sie Ihren Anspruch an sich selbst weiter aufrecht zu erhaltenund verdrängen mit Medikamenten Ihre Beschwerden.
Aufgrund jahrelanger Erfahrung und Routine funktionieren Sie zwar noch, reagieren aber zunehmend mit Aggressivität und Ungeduld. In Ihrem Verhalten werden Sie mehr und mehr intoleranter, Ihre Unzufriedenheit wächst.

Merkmale der Stufen 7 -9 im nächsten Post…

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2
Feb

Symptome BurnoutsyndromSymptome des Burnoutsyndroms

Beim Burnout-Syndrom handelt es sich, nach derzeitiger Sichtweise der Medizin, um ein “unklares Krankheitsbild”. Das heißt nichts anderes, als dass beim Burnout keine klassischen Symptome auftreten, sondern Symptome, welche bei verschiedenen anderen Krankheitsbildern auch auftreten. Das macht die Diagnose natürlich schwierig. Einige Krankheitsbilder lassen sich nur schwer abgrenzen. Dazu gehört vor allem die Depression.

Aktuell gibt es noch kein klassisches Diagnose- und Therapieverfahren für das Burnoutsyndrom, denn die Wissenschaftler sind sich über die wirksamste Therapieform noch nicht einig. Es werden verschiedene Therapieansätze untersucht und getestet.

Die Symptome des Burnout-Syndrom werden in folgende Gruppen unterteilt:

Psychische Symptome:
Seelische Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gefühlslabilität, Aggressivität, Ängste, Nervosität

Körperliche Symptome:
Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Anspannung, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Herzrasen, Panikattacken

Geistige Symptome:
Enttäuschung, Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, Gefühl von innerer Leere, Konzentrationsstörungen, mangelnde Entscheidungsfähigkeit, Keine Motivation,  Resignation, Langeweile

Verhaltensauffällige Symptome:
Rückzug in die soziale Isolation, Überaktivität oder absolute Lustlosigkeit, massive Aufschieberitis, Einnahme von Drogen, Vernachlässigung von Freizeitaktivitäten und Hobbies

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