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Was ist der Unterschied zwischen dem Burnout-Syndrom und einer Depression?
Es werden verschiedene Ansätze zitiert:
Das Burnout-Syndrom ist zu Beginn meist „situations-bezogen“ und greift erst in einem späteren Stadium auf weitere Lebensbereiche über, während die Depression sich von Beginn an in allen Lebensbereichen zeigt.
Menschen mit einem Burnout-Syndrom haben über einen längeren Zeitraum versucht, die Situation zu bewältigen (sie haben “gekämpft”), bevor Sie aufgegeben haben.
Depressionen (vor allen Dingen “endogene”) sind in der Regel einfach da und ohne ärztliche Hilfe nicht in den Griff zu bekommen. Depressive Menschen haben auch keinen Antrieb zu kämpfen, sie können sich zu nichts mehr aufraffen und fühlen sich oft wertlos. Es gibt Depressionen, die wie aus heiterem Himmel plötzlich auftreten – ohne erkennbaren psychischen Hintergrund.
Zum Burn-out-Syndrom kommt es, wenn der Energieverbrauch auf Dauer höher ist als die vorhandene Energie, während die Depression einen Zustand beschreibt, ohne zu wissen, woher dieser Zustand kommt.
Das Burnoutsyndrom ist gekennzeichnet durch einen hohen emotionalen Erschöpfungszustand, der meist bei Menschen auftritt, die sich sehr stark engagieren. Der Einstieg in das Burn-out-Syndrom beginnt oft über idealistische Begeisterung und führt über andauernde Frustrationen hin zur Desillusionierung.
Sehr wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen der klassischen Depression und der depressiven Verstimmung auch depressiven Symptomatik bezeichnet.
Symptome der klassischen Depression (unter anderem):
Symptome der depressiven Verstimmung:
Beim Burnout-Syndrom zeigt sich in der Regel – zumindest in den Anfangsphasen oft auch eine depressive Verstimmung. Dies äußert sich zum Beispiel in einem Widerwillen gegen die Arbeitssituation, in Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, dem Gefühl etwas tun zu müssen, das ich überhaupt nicht mehr tun möchte etc.
In späteren Burnoutphasen lassen sich dann das Burnoutsyndrom und die Depression immer schwieriger trennen. Das hat einfach damit zu tun, dass im fortgeschrittenen Zustand des Burnout die Schwierigkeiten die am Anfang vielleicht nur auf den Leistungsbereich zutrafen, nun auch auf andere Lebensbereiche übergreifen. War es am Anfang noch möglich, wenigstens ab und zu Ruhe und Entspannung zu finden, wird mit zunehmender Dauer alles “eine Suppe”.
Bild: Fotolia.de
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Die Stufen 10 – 12 der Burnoutspirale
Stufe 10 – Die innere Leere
Es kann Ihnen passieren, daß Sie wach werden und keine Kraft finden aufzustehen. Auf Ihre Umwelt wirken Sie müde und teilnahmslos. Es kann zu Panikattacken und zu massiven Angstzuständen kommen. Innere Leere als Signal für eine mögliche Depression breitet sich aus.
Stufe 11 – Die Depression
Am liebsten würden Sie nur noch schlafen. Sie fühlen sich völlig hilflos und verzweifelt. Alles ist nur noch grau in grau, eine negative Einstellung zum Leben tritt immer mehr in den Vordergrund. Die verschiedenen Anzeichen einer Depression sind – für Außenstehende – unübersehbar. Selbstmordgedanken können auftauchen.
Stufe 12 – Die völlige Erschöpfung
Diese letzte Phase tritt nur selten auf. Sie ist gekennzeichnet durch eine totale körperliche, psychische und emotionale Erschöpfung. Es besteht Selbstmordgefahr. In diesem Stadium ist in der Regel eine sofortige stationäre Intervention nötig um diese Krise aufzufangen. Eine Burnout-Therapie kann erst beginnen, wenn diese Phase wieder stabilisiert ist.
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Symptome des Burnoutsyndroms
Beim Burnout-Syndrom handelt es sich, nach derzeitiger Sichtweise der Medizin, um ein “unklares Krankheitsbild”. Das heißt nichts anderes, als dass beim Burnout keine klassischen Symptome auftreten, sondern Symptome, welche bei verschiedenen anderen Krankheitsbildern auch auftreten. Das macht die Diagnose natürlich schwierig. Einige Krankheitsbilder lassen sich nur schwer abgrenzen. Dazu gehört vor allem die Depression.
Aktuell gibt es noch kein klassisches Diagnose- und Therapieverfahren für das Burnoutsyndrom, denn die Wissenschaftler sind sich über die wirksamste Therapieform noch nicht einig. Es werden verschiedene Therapieansätze untersucht und getestet.
Die Symptome des Burnout-Syndrom werden in folgende Gruppen unterteilt:
Psychische Symptome:
Seelische Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gefühlslabilität, Aggressivität, Ängste, Nervosität
Körperliche Symptome:
Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Anspannung, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Herzrasen, Panikattacken
Geistige Symptome:
Enttäuschung, Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, Gefühl von innerer Leere, Konzentrationsstörungen, mangelnde Entscheidungsfähigkeit, Keine Motivation, Resignation, Langeweile
Verhaltensauffällige Symptome:
Rückzug in die soziale Isolation, Überaktivität oder absolute Lustlosigkeit, massive Aufschieberitis, Einnahme von Drogen, Vernachlässigung von Freizeitaktivitäten und Hobbies