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Immer wenn es darum geht in unserem Leben etwas zu verändern, reagieren wir auf eine bestimmte Art und Weise. Und je dramatischer diese Veränderungen sind, umso stärker ausgeprägt sind diese Stadien.
Die Stadien stammen ursprünglich von der Autorin Frau Kübler-Ross, die diese Veränderungs-Stadien bei krebskranken Menschen beobachtet und festgehalten hat. Sie lassen sich auf viele Bereiche übertragen, angefangen von Veränderungen in Unternehmen bis hin zu persönlichen Veränderungen. Gerade in Stress- und Burnout-Situationen sind in der Regel wichtige Veränderungsprozesse notwendig.
1. Am Anfang kommt es zum Schock oder Kaltstart
„Ich kann nicht glauben, dass ich das Burnoutsyndrom habe! Das darf doch wohl nicht wahr sein!“
In der Schockphase werden wir mit Dingen konfrontiert, deren Sinn wir im Moment nicht einsehen. Wir haben uns mit der bisherigen Situation arrangiert. Jetzt sollen wir plötzlich raus aus der Komfortzone – das macht Angst und führt als natürliche Reaktion zu spontaner Abwehr. Angst ist massiver Stress, der in unserem Gehirn eine verstandesmäßige Blockade auslöst, in der wir nur noch mit Kampf oder Flucht reagieren können.
Immer wenn eine neue Situation auftaucht, die unsere bisherige Strategie in Frage stellt, werden wir unsicher und haben das Gefühl die Kontrolle über die Situation zu verlieren. Dahinter steckt die Urangst, das Gesetz des Handelns könnte uns aus der Hand gleiten.
2. Im zweiten Schritt reagieren wir mit einem Sturm der Emotionen nach dem Motto…
„Verdammt das muß doch irgendwie zu machen sein, dass das auch so wie bisher weitergeht!“
In dieser zweiten Phase erhöhen wir unseren Energieeinsatz, um die Stress-Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Dabei reagieren wir oft ziemlich irrational: Wir machen zum Beispiel einfach so weiter wie bisher und hoffen, dass es keiner merkt – obwohl wir innerlich sehr genau wissen, dass unser Verhalten in die Sackgasse führt!
Zum Beispiel verweigern wir bewußt die Beschäftigung mit überlebensnotwendigen Strategien. Das kann sich auch so äußern, dass wir alle Verantwortung für uns selbst nach extern verlagern => mach du mich wieder gesund und hilf mir aus meiner Stress-Situation!
3. Danach wechseln wir in die Phase der analytischen Akzeptanz
Vom Kopf her haben wir verstanden, dass wir auf diese Art und Weise nicht weiterkommen, jedoch vom Gefühl her noch längst nicht akzeptiert. In dieser Phase sind wir immer noch nicht wirklich für eine Veränderung bereit. Denn erst wenn der Bauch zustimmt, schwenken wir um und verändern etwas in unserem Stress-Verhalten!
4. Dazu brauchen wir die Phase des Trauerns, des Schmerzes und des Abschiednehmens von unserem bisherigen Verhalten
In diesem letzten Aufbäumen – „Früher als ich solche Stress-Situationen noch gemeistert habe, das waren noch Zeiten!“ – setzen wir uns auch gefühlsmäßig mit der neuen Situation auseinander. Irgendwie sehen wir jetzt ein, dass es so nicht weitergehen kann. Diese emotionale Erkenntnis ist wichtig, damit wir es schaffen neue Ideen zu entwickeln und neue Wege zu gehen, um aus der Stress-Falle auszusteigen.
In dieser Phase testen wir die Veränderungen und probieren neues Verhalten aus!
5. Und wechseln schließlich in die Phase der logischen und emotionalen Akzeptanz
„Na ja, so läuft es eigentlich auch ganz gut!“
Die Veränderungen sind akzeptiert und werden im Alltag gelebt. Wir haben jetzt neue Strategien entwickelt und sind in der Lage, sie in der neuen Situation einzusetzen!
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Wenn Sie bei Google den Begriff Work-Life-Balance eingeben, wirft Ihnen die Suchmaschine ca. 16.000.000 Beiträge aus. Also ein sehr stark vertretenes Thema.
Aber was ist Work-Life-Balance genau?
Nach Wikipedia ist damit ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben gemeint. Work-Life-Balance heißt also, ich habe es geschafft, meine Arbeit und mein Leben im Einklang zu bringen. Die Frage stellt sich, ob Arbeit und Leben im Widerspruch stehen müssen? Arbeit gehört ja schließlich zum Leben dazu. Wie wichtig sie ist merkt man dann, wenn sie plötzlich fehlt…
Es geht vielmehr darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den vielen, unser Leben bestimmenden, Faktoren zu schaffen. Dazu gehören Fragen und Antworten nach der Sinnhaftigkeit, den persönlichen Beziehungen, seinen Werten, der Gesundheit, seinen Finanzen, seinen sozialen Beziehungen, Hobbies usw… hier weiterlesen
Übung zum Thema Selbsttäuschung
Sendet uns der Körper Warnsignale, so ist das wie eine rote Karte beim Fußballspiel. Der Körper signalisiert uns damit: “Hilfe, ändere etwas, so kann ich nicht weitermachen.” Anstatt wie gewohnt diese Warnsignale symptomatisch mit Medikamenten zu unterdrücken, wäre es viel sinnvoller, sie bewußt wahrzunehmen und darauf mit entsprechender Veränderungsbereitschaft zu reagieren. Dazu brauchen Sie nur aufmerksam auf Ihren Körper zu hören. Die folgende Übung eignet sich besonders dafür.
Übung:
Nehmen Sie ein DIN A4-Blatt quer und legen Sie eine Tabelle mit folgenden Werten an:





| Wahrgenommene Symptome? |
Wann bemerkt? | Bei welcher Tätigkeit? | Was hat geholfen? | |
| 1. | ||||
| 2. | ||||
| 3. | ||||
| 4. | ||||
| 5. | ||||
| 6. | ||||
| 7. | ||||
| 8. | ||||
| 9. |
Tragen Sie in diese Tabelle ein, welche Symptome in welchen Situationen aufgetreten sind, bei welchen Tätigkeiten und was Ihnen geholfen hat die Symptome zu lindern, ohne dass Sie Medikamente oder ähnliches eingeworfen haben.
Wenn Sie das einige Tage durchführen, erhalten Sie eine gute Übersicht über die Reaktionen Ihres Körpers und können ziemlich genau analysieren, wie sich Belastungen auf Ihren Körper und Ihre Psyche auswirken. Belastungen, die deutliche Warnzeichen in Richtung Burnout weisen können.
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Morgens beim Frühstück stößt Sie Ihre kleine Tochter und Sie verschütten den Kaffee auf Ihren Anzug (Stress-Situation Nr.1), dann verpassen Sie auch noch die S-Bahn (Stress-Situation Nr.2), und im Büro angekommen stellen Sie fest, dass die Festplatte beim hochfahren versagt und Sie ausgerechnet gestern keine Datensicherung gemacht hatten – die Arbeit des ganzen gestrigen Tages also umsonst gewesen ist (Stress-Situation Nr.3),
Spätestens jetzt geht Ihnen durch den Kopf: „Das ist heute auch nicht mein Tag“!
Wenn es morgens schon so beginnt, läuft es häufig den restlichen Tag auch nicht unbedingt besser und den Abend kann man dann sowieso vergessen, da einem nur diese ganzen Stress-Situationen durch den Kopf gehen.
Sie kennen das sicherlich, wenn Sie 20 Kundengespräche hatten und zwei davon sind schlecht gelaufen, die 18 anderen jedoch sehr positiv – über was reflektieren Sie am Abend? Sicher nicht über die positiven Gespräche – nein, die negativen stehen im Mittelpunkt Ihres Denkens.
Was gibt Ihnen Energie? Die Beschäftigung mit den 2 negativen Gesprächen oder die Reflektion der 18 positiven Gespräche?
Um zumindest den Abend noch zu retten, sollten Sie ein entsprechendes Kontrastprogramm starten.
Setzen Sie den ganzen Negativerfahrungen einen Kontrapunkt entgegen und erstellen Sie eine positive Tagesrückschau. Reflektieren Sie Ihren Tagesablauf und nehmen Sie mit der folgenden Übung bewusst die vielen positiven Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten wahr, die es auch an solchen Stress-Tagen gibt.
Erstellen Sie mit den folgenden Fragen eine zusätzliche positive Tagesbilanz:
Halten Sie Ihre Antworten jeden Abend stichwortartig schriftlich fest. Dadurch kommen Sie innerlich mehr zur Ruhe. Das „gedankliche Nachbearbeiten“ unangenehmer Stress-Erlebnisse verkürzt sich dadurch deutlich.
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Stress-denker oder Lösungs-denker
Nach bisherigen Erkenntnissen, ist unser Denken auch in Stress-Situationen nichts anderes als ein ständiges internes Frage- und Antwortspiel. Das bedeutet, ihre Antworten werden gerade auch in Stress – Situationen nur so gut sein, wie die Fragen, die Sie sich selbst und anderen stellen.
Dazu eine kurze Geschichte:
Ein junger Mönch geht zu seinem Abt und fragt: „Vater, darf ich beim Beten rauchen“? Der Abt antwortet ihm: „Bei einer heiligen Handlung wie dem Beten ist Rauchen grundsätzlich verboten“! Der junge Mönch gibt sich damit zufrieden und geht in den Klostergarten um zu beten. Dort trifft er auf einen alten Mönch, der Pfeife rauchend mit dem Gebetbuch durch den Garten spaziert und meditiert.
Er geht zu dem Alten und sagt zu ihm: „Ich finde es nicht in Ordnung, dass du hier beim Beten rauchst. Ich habe gerade den Abt gefragt und mir hat er es verboten“ !
Der Alte lächelt ihn an und antwortet: „Ich habe den Abt gefragt, ob ich beim Rauchen beten darf und das hat er mir erlaubt“!
Darf ich beim Beten rauchen – oder darf ich beim Rauchen beten? Die Art und Weise der Fragen bestimmt immer die Art und Weise der Antworten – sowohl extern als auch intern!
Wenn Sie den Menschen in Ihrer Umgebung – also extern – die falschen Fragen stellen (magst Du das….…für mich tun?), dann bekommen Sie über die Antwort direktes Feedback, ob die Frage konstruktiv war (zu dem Ergebnis geführt hat, welches Sie erwarteten oder nicht).
Genauso wie wir extern Fragen an andere stellen, stellen wir uns auch intern selbst ständig bestimmte Fragen.
Vielleicht gehen Ihnen auch immer wieder ähnliche Fragen durch den Kopf?
• Warum passiert das immer mir?
• Warum komme ich mit meiner Zeit nicht klar?
• Warum werde ich nie mit meiner Arbeit fertig?
• Warum sind die Kids nur so unzuverlässig?
• Warum schaffe ich es einfach nicht, mir mehr Zeit für mich zu nehmen?
Warum-Fragen sind vergangenheitsorientiert, suchen nach Schuldigen und wälzen damit die Verantwortung auf andere ab. Machen Sie sich bewusst, dass ihr Gehirn keine unbeantworteten Fragen akzeptiert – es sucht immer nach Antworten. Wenn Sie sich selbst ständig unpräzise, problemorientierte Fragen stellen, wird es ihnen die dazu passenden problemorientierten Antworten liefern. In der Regel sind das dann eben Schuldzuweisungen und Entschuldigungen. Damit gehen Sie in die Opferrolle – nach dem Motto: Schuld sind immer die anderen – an mir liegt es nicht.
Stellen Sie sich dagegen lösungsorientierte Fragen, wird Ihnen Ihr Gehirn konstruktive Antworten anbieten. Allerdings sollten Sie dann auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.
Ein Beispiel zum problemorientierten Fragen:
• Warum unterstützt mich mein Partner nie bei der Hausarbeit?
Diese Frage führt Sie in keinster Weise zu einer Lösung. Ihr Gehirn liefert Ihnen damit alle nur möglichen Gründe, warum es nicht so ist, bzw. nicht so geht. Anstatt nach Gründen zu suchen, warum es nicht geht,
könnten Sie sich folgende lösungsorientierte Fragen stellen:
• Wie bringe ich meinem Partner bei, einen Teil der Arbeit zu übernehmen?
• Wie packe ich das am besten an?
• Für welche Bereiche könnte ich ihn noch am ehesten motivieren?
Wie-Fragen sind immer zukunftsorientiert und suchen generell nach Lösungsansätzen.
Machen Sie sich eines ganz klar bewusst!
Sie entscheiden in ihrem Kopf über den Blickwinkel, mit dem Sie die Welt betrachten und über die internen Fragen, die Sie entweder aufbauen oder deprimieren und Stress auslösen. Mit Ihrem ihrem inneren Dialog entscheiden sie über Stress und Burnout. Selbstverständlich wirken äußere Bedingungen auf uns ein – nur – es gibt Tausende von Wahlmöglichkeiten die Situationen des Lebens zu bewerten und damit ohne Stress seine Lebenszeit zu managen.
Aufgabe:
Schreiben Sie bitte mindestens 5 problemorientierte Fragen auf, die Ihnen immer wieder durch den Kopf gehen.
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Formulieren Sie zu jeder dieser problemorientierten Fragen mindestens 2 mögliche lösungsorientierte Fragen, wie im oben angeführten Beispiel und verändern Sie damit eine Ihrer Stress – Verhaltensmuster:
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Nach diesen Begriffen haben andere Besucher auch gesucht![]()
Stellen Sie sich vor, Sie blicken in 10 oder 20 Jahren auf Ihr Leben voller Stress zurück. Wenn Sie dann im Nachhinein feststellen, dass Sie „alles hätten anders machen müssen“, ist es zu spät. Darum tun Sie es jetzt! Ich glaube nicht, dass Sie dann sagen werden: „Hätte ich nur mehr Zeit im Büro verbracht.“
Im heutigen Beitrag habe ich Ihnen dazu einige Tipps des Autors Stephen Covey zusammengestellt.
Schaffen Sie sich mehrere Standbeine…
Planen Sie Ihre familiere Situation genauso wie Ihre berufliche…
Fixe Zeiträume festlegen
Exklusive Zeit
Früher aufstehen und sich mehr Zeit nehmen
Die wichtigsten 15 Zentimeter in Ihrem Leben liegen zwischen Ihren beiden Ohren
Veränderungen beginnen immer im Kopf
Sie werden schnell feststellen: Wenn Sie Ihre Familie als eigene Priorität anerkennen, finden sich viele neue Gemeinsamkeiten
Nach diesen Begriffen haben andere Besucher auch gesuchtDas Bedürfnis nach Anerkennung
Ein großer Teil unserer Verhaltensweisen ist darauf ausgerichtet, Wertschätzung und Anerkennung zu bekommen. Nach der Maslow’schen Bedürfnispyramide ist dieses Bedürfnis nach den Bedürfnissen Überlebenssicherung und Sicherheit das drittwichtigste Bedürfnis. Haben wir in unserer Kindheit zum Beispiel stets die Aussage gehört: “Es wichtig, wie die Leute über uns und was andere über dich denken”, so richten wir unser Verhalten danach aus, es anderen möglichst recht zu machen und nicht danach, was für mich selbst wichtig ist. Dieses Bedürfnis ist übrigens mit einer der Hauptgründe für unseren Stress und das daraus resultierende Burnout-Syndrom.
Fragen Sie sich:
Das Bedürfnis nach Sicherheit
Das Bedürfnis nach Sicherheit ist eines der elementarsten Grundbedürfnisse. Nicht umsonst machen die Versicherungskonzerne Riesengewinne. Sie lassen in den Köpfen der Menschen Katastrophenbilder entstehen, um Ihnen dann die Lösungen für diese Katastrophen in Form von Versicherungen anzubieten.
Warum scheuen sehr viele Menschen das Risiko? Sie trauen sich nicht den Job zu wechseln, obwohl sie sich täglich regelrecht zur Arbeit zwingen müssen? Was hindert Menschen daran, in die Selbständigkeit zu wechseln? Weil sie sich damit in unbekanntes Terrain begeben und damit ihr Sicherheitsgefühl verletzen. Jede Veränderung bringt das Unlustgefühl mangelnder Sicherheit und damit massiven Stress mit sich und das suchen wir wo immer es geht zu vermeiden.
Das hat natürlich Konsequenzen: Leichter halte ich zum Beispiel Stress und Burnout-Gefahr aus, als dass ich meinen Job aufgebe und mir etwas anderes suche. Alles hat eben seinen Preis!
Fragen Sie sich:
Gewinnstreben:
Im Aktiengeschäft gibt es eine treffende Aussage: “Gier frißt Hirn”. Für manche Menschen gilt Gewinnmaximierung über alles – auch auf Kosten von Stress und Burnout. Hinter diesem Verhalten steckt häufig auch das Grundbedürfnis nach Sicherheit – frei nach dem Motto: Wenn ich genügend Kohle habe, kann mir nichts mehr passieren.
Dass das ein Trugschluss ist, merken diese Menschen dann, wenn Sie plötzlich nicht mehr in der Lage sind, die gewohnte Leistung zu erbringen oder von einem Tag auf den anderen durch einen Infarkt soviel Zeit zur Verfügung haben, wie Sie sich das früher nie vorstellen konnten.
Streben nach Macht.
Auch hinter diesem Motiv steckt häufig das Motiv “Sicherheit”. Alle Aktivitäten werden dem Ziel untergeordnet, alles im Leben unter Kontrolle zu haben. Wir erliegen dem Trugschluss, durch Macht und Einfluss unser Schicksal kontrollieren und beeinflussen zu können und versuchen dadurch die Realität zu verdrängen.
Warum fällt es uns so schwer aus unseren Stressmustern auszusteigen? Woran liegt es, dass wir in die Burnout-Falle tappen, obwohl wir doch höchst intelligente Wesen sind?
Je mehr Sie von Ihrer Persönlichkeitsstruktur her verstehen, was Ihr Handeln auslöst, umso besser können Sie Ihr Verhalten steuern und damit Ihre Lebensumstände kontrollieren.
Die Ausgangsfrage ist: Warum verhalten wir uns besonders in Stress-Situationen genauso und nicht anders?
Die Antwort liegt in unseren inneren Motiven, in dem was wir gelernt haben, das, was uns unsere Eltern, unsere Umwelt vermittelt haben.
Folgende Motive kommen dabei vorrangig zum Tragen:
In diesem Post geht es um die ersten 4 Grundbedürfnisse.
Anpassung
Ein Großteil der Menschen orientiert sich an dem, was andere machen. Weil “man” es halt eben so macht, bzw. schon immer so gemacht hat. Das zu tun, was andere tun, ohne es kritisch zu hinterfragen, kann äußerst problematisch werden.
Fragen Sie sich:
Pflichtbewusstsein
Das Motiv Pflichtbewusstsein hängt eng mit dem Motiv “Anpassung” zusammen. Weil wir es jedem oder möglichst vielen Menschen recht machen wollen, vernachlässigen wir teilweise bis zur Selbstaufgabe unsere ureigensten Bedürfnisse.
Fragen Sie sich:
Gewohnheiten
Viele unserer Verhaltensweisen entstehen aus dem Grundbedürfnis, den möglichst bequemen Weg, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Gewohnheiten geben uns auf eine gewisse Weise Stressfreiheit und Sicherheit, dadurch, dass wir wissen, wie die Umwelt auf unsere “Gewohnheiten” reagiert.
Wenn wir uns in unseren Gewohnheiten aufhalten, bedeutet das auch, dass wir uns nicht aus unserer Komfortzone heraus bewegen, sondern die Dinge so machen, wir wir sie immer gemacht haben. Eben den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Wenn wir das tun, was wir schon immer getan haben, werden wir kaum neue Erfahrungen machen und damit dort stehen bleiben, wo wir schon immer standen.
Fragen Sie sich:
Das Vermeiden negativer Konsequenzen
Wir Menschen haben zwei Grundmotivatoren. Einmal die Motivation, dorthin zu gelangen wo wir Lust empfinden und zum anderen uns von allem zu entfernen, was uns Frust und Unlust bereitet. Dieses Grundprinzip Lust zu gewinnen und Frust zu vermeiden, also einer Bestrafung oder negativen Konsequenzen zu entgehen, gilt grundsätzlich für alle Menschen. Worin wir uns unterscheiden, ist das was jeder Einzelne als Frust bzw. Lust definiert. Wie viele Menschen würden morgens ausschlafen, wenn Ihnen nicht beim Klingeln des Weckers schlagartig die negativen Konsequenzen des Ausschlafens bewusst würden.
Fragen Sie sich:
Im nächsten Post sehen wir uns die restlichen Motive Gewinnstreben, Sicherheit und Macht genauer an…
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Was steuert ihre Motivation und Ihr Stress-Verhalten?
Auf der ganzen Welt wird über das Thema Motivation geredet. Viele glauben, dass man motiviert werden muss, um etwas in seinem Leben zu verändern. Das ist FALSCH!!! Wir Menschen sind immer motiviert – fragt sich nur für was. Mein Sohn kommt um 6:00 Uhr morgens nur mit Mühe aus dem Bett, wenn er zur Arbeit fährt. Weiß er dagegen, dass morgens um 4:30 Uhr der Bus zum Snowboarden abfährt, steht er schon hochmotiviert 1 Stunde vorher auf, um die Abfahrt ja nicht zu verpassen – und er ist selbstverständlich hellwach
.
Der Begriff Motivation leitet sich von dem lateinischen “movere” ab, was soviel wie bewegen bedeutet und die Kraft beschreibt, die uns antreibt, bestimmte Dinge zu tun. Hätten wir diese Kraft nicht in uns, würde das zu vollständiger Unbeweglichkeit führen. Das heißt also, dass in jedem von uns Motivation steckt – wir müssen nur den Schlüssel finden, um diese Motivation zu aktivieren.
Das führt uns zu zwei wesentlichen Aspekten, wenn es um Veränderungsbereitschaft im Zusammenhang mit den Themen Stress und Burnout-Syndrom geht:
Wann immer wir im Leben aktiv werden, “tun” wir das entweder
Wann immer wir im Leben untätig und inaktiv bleiben, tun wir das, weil das entweder
Die meisten Menschen bedienen ihr Motivationssystem absolut unprofessionell!
Sie konzentrieren sich auf die Pein, die Sie haben, wenn Sie aktiv werden und fokussieren sich gleichzeitig auf das Wohlgefühl, das sich einstellt, wenn Sie untätig bleiben und wundern sich dann auch noch, warum Sie es nicht schaffen sich zu verändern und aus dem Hamsterrad von Stressbelastung und Burnout-Gefährdung auszusteigen!
LESEN SIE SICH DIESEN SATZ MEHRMALS DURCH UND MACHEN SIE SICH KLAR, WAS ER FÜR SIE BEDEUTET!
Konsequenz:
Wann immer Sie aktiv werden und zum Beispiel etwas in Richtung Stress-Reduktion tun wollen, fokussieren Sie sich auf:
1. Die negativen Auswirkungen, die sich ergeben, wenn Sie weiterhin nichts verändern!
2. Die positiven Auswirkungen, wenn Sie sich bewegen und endlich in die Gänge kommen!
Bild: B.Stolze_pixelio.de
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Zeitdruck setzen
ganz viele Menschen mit Stress gleich. Wie hängen jetzt Stress und Zeit zusammen. Eigentlich ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was man auf der Uhr ablesen kann. Oder? Nicht wirklich! Obwohl Zeit unser Leben bestimmt, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit.
Wir haben Sinnesorgane, um die Farben, den Geschmack, den Geruch oder die Temperatur in unserer Umwelt wahrzunehmen. Wofür wir keine Sensoren besitzen, ist die Zeit. Unser Gehirn misst Zeit anhand von Ereignissen und Bewegungen. Je mehr passiert, je schneller wir uns bewegen, desto schnelllebiger gestaltet sich die Zeit, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns regelrecht zwischen den Fingern.
Die Frage ist jetzt: Wie hilft uns dieses Wissen in unserem ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, Zeit intensiv zu nutzen und sie so in unserer subjektiven Empfindung zu vermehren.
Zeit-Normen durchbrechen!
Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Einwohnern von Madagaskar. Sie lassen sich nicht von Zeit-Normen beherrschen. Deshalb haben sie Wörter wie “Gleich” oder “Sofort” aus ihrem Wortschatz gestrichen. Wenn etwas nicht allzu lange warten darf, dann sagt man dort: “Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten”!
Im Amazonasgebiet gibt es einen Indianerstamm, die keine Begriffe haben für “Zukunft und Vergangenheit”. Damit leben diese Menschen ohne Stress und Zeitdruck nur in der Gegenwart und haben das Gefühl unendlich viel Zeit zu haben.
Zeit verschwenden!
Unsere modernen Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel sind extrem zukunftsorientiert und trimmen uns auf Tempo. Nichts kann schnell genug gehen oder erledigt werden. Deshalb verwenden wir ja auch so häufig Formulierungen wie: “Das mache ich noch schnell” oder “wird sofort erledigt”…u. ä.
Wenn wir wieder mehr Gefühl für unsere wertvolle Zeit bekommen wollen, um damit Stress abzubauen und dem Burnoutsyndrom vorzubeugen, sollten wir ganz gezielt Zeiten einbauen, in denen wir bewusst verlangsamen, uns auf die Gegenwart fokussieren – und das wahrnehmen und genießen was gerade ist.
Mein Tipp:
Schalten Sie immer wieder mal um auf Schneckentempo. Dösen Sie träge auf einer Parkbank vor sich hin oder spazieren Sie einfach ziellos durch Ihre Stadt. Setzen Sie sich in ein Cafe und konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die im Moment um Sie herum gerade passieren. Genießen Sie in diesen Momenten das gute Gefühl, ganz viel Zeit für sich selbst zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen allerdings sagen, dass das nur funktioniert, wenn Sie sich solche “Auszeiten” auch als fixe Termine für sich reservieren.