7
Mrz

Ohne Burnout-SyndromJeder von uns erlebt Stress-Situationen und muss diese bestehen. Doch einigen gelingt das besser als anderen. Und die machen aus Niederlagen dann oft sogar große Lebenserfolge!
Krisen können ungeheure Energien in uns freisetzen und uns dazu motivieren das Leben neu zu bewerten. Psychologen sprechen bei Menschen, die ein konstruktives inneres Krisenmanagement haben, von “Resilienz“. Sie vergleichen einen resilienten Menschen mit einem Boxer, der zu Boden geht, ausgezählt wird, wieder aufsteht und danach seine Taktik total verändert. Anstatt mit seinem Schicksal zu hadern und der momentanen Krisensituation zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, sucht er einen Ausweg aus dieser kritischen Situation.

Dabei wurden 5 Fähigkeiten entdeckt, die Menschen mit diesem “R-Faktor” zu innerer Stärke verhelfen:

1. Akzeptanz:
Wenn ich einen Zustand verleugne heißt dass, meine weitere Entwicklung und einen weiteren Lernprozess zu verhindern. Studien zufolge neigen über 70% aller Menschen zu diesem Verhalten! Aus Angst vor zu großen Schmerzen gehen Sie nach Mißerfolgen und Niederlagen möglichst schnell zur Tagesordnung über und verpassen dadurch wichtige Chancen zur Weiterentwicklung.

2. Handlungsfähigkeit:
Womit habe ich das alles verdient? Warum passiert das gerade mir? Diese problemorientierten Fragen führen in die klassische Opferhaltung. Resiliente Menschen – so die neuesten Forschungsergebnisse – sind sogar im tiefen Schmerz in der Lage sich die richtigen und wichtigen Fragen zu stellen:

  • Was ist mein Problem?
  • Wie finde ich aus dieser Stress-Situation schnellsten wieder raus?
  • Wie kann ich am besten mit dieser Situation umgehen?

Was dabei ganz wichtig ist, sie suchen in ihrem sozialen Netz nach Unterstützung und bitten um Hilfestellung – eine extrem wichtige Voraussetzung, um das Burnout-Syndrom zu vermeiden.

3. Befristung:
Ohne die Überzeugung, dass sich irgendwann alles, auch die momentane Stress-Situation wieder zum Positiven wendet, ist Widerstandsfähigkeit nicht denkbar. Menschen mit diesem “R-Faktor” machen sich bewusst, dass auch Krisen befristet sind und irgendwann zu Ende gehen.

4. Selbstschutz:
In einer Krise reagieren wir Menschen sehr schnell mit Selbstvorwürfen. Resiliente Menschen unterscheiden sich dadurch von anderen, dass sie sehr schnell beginnen, die Verantwortung für die Situation zu klären. Das bedeutet, dass sie aus den eigenen Schuldgefühlen aussteigen und die verantwortlichen Faktoren realistisch bewerten und einschätzen.

5. Veränderungsbereitschaft:
Jobverlust, Scheidung, Krankheit, Tod – alles Themen, über die einer Untersuchung zufolge 67% der Deutschen nicht nachdenken möchten, weil Sie massiven Stress bedeuten. Wenn wir eine sorglose Gegenwart und Zukunft ohne Stress für selbstverständlich halten, werden wir kommenden Herausforderungen nicht gewachsen sein.
Resiliente Menschen, das zeigen die Forschungsergebnisse eindeutig, bereiten sich gedanklich auf eventuelle schwierige Lebenssituationen vor, sorgen damit für Stressabbau und Vermeidung eines Burnoutsyndroms. Dieses vorausschauende Krisenmanagement (Was könnte schlimmstenfalls geschehen und wie gehe ich dann damit um?) stärkt die innere Widerstandskraft um bis zu 70%.

Foto: fotolia

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7
Dez

Reif für die InselDie Zeit bringt es mit sich…. die beruflichen Herausforderungen werden immer mehr, wir sollen möglichst immer und überall erreichbar sein. Die Emails haben den PC noch garnicht richtig verlassen, da warten wir schon ungeduldig auf die Anwortmail. Es gehört inzwischen fast schon zum guten Ton, extrem reaktionschnell zu handeln.

Auf der anderen Seite drängen diese Anforderungen, von außen an uns herangetragen, die eigenen inneren Bedürfnisse immer mehr zurück. Das Gefühl von außen gesteuert zu sein nimmt mehr und mehr Raum ein und läßt uns oft kaum noch Luft zum atmen.

Wir selbst unterwerfen uns allerdings auch kritiklos diesen Anforderungen, statt ganz bewußt unserer Umgebung Grenzen zu setzen. Gleichzeitig meinen wir, wir müßten auf X-Hochzeiten tanzen. Da ein Pöstchen, dort eine Aufgabe übernehmen – wir haben verlernt NEIN zu sagen, uns unsere eigenen Bedürfnisse bewusst zu machen und uns den Raum für diese Bedürfnisse zu nehmen.

Genau dieses Thema ist eine der ganz großen Herausforderungen, denn dazu gehört eine gehörige Portion gesunder Egoismus und damit tun wir uns alle schwer. Man hat uns ja auch oft genug gesagt “Denk nicht immer nur an Dich!”

Nur wer über einen gesunden Egoismus verfügt, ist auf Dauer in der Lage, sich abzugrenzen und für sich selbst zu sorgen. Das bezeichnet man als die Fähigkeit zur Selbstregulation – Dazu beim nächstenmal mehr.



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