15
Jul

Verhinderungsstrategie Nr. 4: Bewertung von Verhältnismäßigkeit

Wenn wir am Tag 20 Situationen erlebt haben und eine davon war so richtig bescheiden – an welche erinnern wir uns, wenn wir am Abend gefragt werden, wie der Tag gelaufen ist? An die 19 konstruktiven Erlebnisse oder an das eine Gespräch welches Stress bedeutete und bescheiden lief?

Wenn Sie so wie 95% der Menschen reagieren, dann ist es diese negative Stress-Situation.
Wir tendieren dazu unseren Fokus auf die Situationen zu richten, die uns nach unten ziehen, statt uns mit den Gegegebenheiten zu beschäftigen, die konstruktiv und positiv verlaufen sind.  Mit dieser Haltung produzieren Sie sich selbst massiven Stress. Machen Sie sich eines bewusst: Es zwingt Sie niemand auf der Welt, sich genau auf diese Situation zu fokussieren. Es bringt überhaupt nichts, sich auch noch im Nachhinein über eine solche Stress.Situation zu ärgern, sich damit auch noch den Abend zu vermiesen und langfristig das Burnout-Syndrom zu forcieren.

Aufgabe:

Schreiben Sie ein Erfolgsjournal. Stellen Sie sich jeden Abend die unten aufgeführten Fragen und notieren Sie mindestens 3-5 Erfolgserlebnisse. Besorgen Sie sich jetzt gleich ein schönes, in Leder gebundenes Buch und machen Sie es zu Ihrem persönlichen Erfolgstagebuch! Sie lernen dadurch, Ihren Fokus verstärkt auf die positiven Dinge des Lebens zu richten.

Stellen Sie sich jeden Abend folgende Fragen:

•    Was habe ich heute gut gemacht?
•    Worauf bin ich heute stolz?
•    Was durfte ich heute lernen?
•    Worüber habe ich mich von Herzen gefreut?
•    Welche Menschen habe ich heute bereichert?

Einige Beispiele für Ihr Erfolgstagebuch…

•    Gutes Gespräch mit meinem Sohn geführt.
•    Zeit genommen für Sauna und Massage.
•    Trotz strömendem Regen 45 Minuten gelaufen.
•    Beim Segeln neue Manöver gelernt.
•    Schreibtisch leer gearbeitet.
•    Meiner Frau einfach so Rosen mitgebracht.

Starten Sie noch HEUTE mit Ihrem Erfolgstagebuch – denn wenn nicht jetzt, wann dann?

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27
Feb

Was ist der Unterschied zwischen dem Burnout-Syndrom und einer Depression?

Burn-out-SyndromEs werden verschiedene Ansätze zitiert:
Das Burnout-Syndrom ist zu Beginn meist „situations-bezogen“ und greift erst in einem späteren Stadium auf weitere Lebensbereiche über, während die Depression sich von Beginn an in allen Lebensbereichen zeigt.
Menschen mit einem Burnout-Syndrom haben über einen längeren Zeitraum versucht, die Situation zu bewältigen (sie haben “gekämpft”), bevor Sie aufgegeben haben.

Depressionen (vor allen Dingen “endogene”) sind in der Regel einfach da und ohne ärztliche Hilfe nicht in den Griff zu bekommen. Depressive Menschen haben auch keinen Antrieb zu kämpfen, sie können sich zu nichts mehr aufraffen und fühlen sich oft wertlos. Es gibt Depressionen, die wie aus heiterem Himmel plötzlich auftreten – ohne erkennbaren psychischen Hintergrund.

Zum Burn-out-Syndrom kommt es, wenn der Energieverbrauch auf Dauer höher ist als die vorhandene Energie, während die Depression einen Zustand beschreibt, ohne zu wissen, woher dieser Zustand kommt.
Das Burnoutsyndrom ist gekennzeichnet durch einen hohen emotionalen Erschöpfungszustand, der meist bei Menschen auftritt, die sich sehr stark engagieren. Der Einstieg in das Burn-out-Syndrom beginnt oft über idealistische Begeisterung und führt über andauernde Frustrationen hin zur Desillusionierung.

Sehr wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen der klassischen Depression und der depressiven Verstimmung auch depressiven Symptomatik bezeichnet.

Symptome der klassischen Depression (unter anderem):

  • völliger Verlust von Freude oder Trauer,
  • Antriebshemmung,
  • innerer Unruhe,
  • Schlafstörungen.

Symptome der depressiven Verstimmung:

  • Gefühl von Hilflosigkeit
  • mangelnde Möglichkeit der Einflussnahme
  • Zunehmender Leistungsdruck

Beim Burnout-Syndrom zeigt sich in der Regel – zumindest in den Anfangsphasen oft auch eine depressive Verstimmung. Dies äußert sich zum Beispiel in einem Widerwillen gegen die Arbeitssituation, in Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, dem Gefühl etwas tun zu müssen, das ich überhaupt nicht mehr tun möchte etc.
In späteren Burnoutphasen lassen sich dann das Burnoutsyndrom und die Depression immer schwieriger trennen. Das hat einfach damit zu tun, dass im fortgeschrittenen Zustand des Burnout die Schwierigkeiten die am Anfang vielleicht nur auf den Leistungsbereich zutrafen, nun auch auf andere Lebensbereiche übergreifen. War es am Anfang noch möglich, wenigstens ab und zu Ruhe und Entspannung zu finden, wird mit zunehmender Dauer alles “eine Suppe”.

Bild: Fotolia.de

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2
Feb

Symptome BurnoutsyndromSymptome des Burnoutsyndroms

Beim Burnout-Syndrom handelt es sich, nach derzeitiger Sichtweise der Medizin, um ein “unklares Krankheitsbild”. Das heißt nichts anderes, als dass beim Burnout keine klassischen Symptome auftreten, sondern Symptome, welche bei verschiedenen anderen Krankheitsbildern auch auftreten. Das macht die Diagnose natürlich schwierig. Einige Krankheitsbilder lassen sich nur schwer abgrenzen. Dazu gehört vor allem die Depression.

Aktuell gibt es noch kein klassisches Diagnose- und Therapieverfahren für das Burnoutsyndrom, denn die Wissenschaftler sind sich über die wirksamste Therapieform noch nicht einig. Es werden verschiedene Therapieansätze untersucht und getestet.

Die Symptome des Burnout-Syndrom werden in folgende Gruppen unterteilt:

Psychische Symptome:
Seelische Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gefühlslabilität, Aggressivität, Ängste, Nervosität

Körperliche Symptome:
Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Anspannung, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Herzrasen, Panikattacken

Geistige Symptome:
Enttäuschung, Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, Gefühl von innerer Leere, Konzentrationsstörungen, mangelnde Entscheidungsfähigkeit, Keine Motivation,  Resignation, Langeweile

Verhaltensauffällige Symptome:
Rückzug in die soziale Isolation, Überaktivität oder absolute Lustlosigkeit, massive Aufschieberitis, Einnahme von Drogen, Vernachlässigung von Freizeitaktivitäten und Hobbies

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21
Jan

Burnoutsyndrom - Dauerstress

Wenn der Höhepunkt der Anspannung erreicht ist, verlieren wir schnell die Kontrolle und reagieren schon auf kleinste Reize sehr emotional. Das hat mit der Synapsenblockade zu tun, die ich schon im Post “Was ist Stress” angesprochen hatte.
Genau dieselben Mechanismen wie vor 10.000 Jahren, laufen auch heute noch in unserem Gehirn ab – nur die Stress-Situationen haben sich drastisch verändert. Heute ist es eben nicht mehr der Bär oder der Tiger, der in uns den Stressreflex auslöst, heute sind es die Kollegen, der Chef, der Partner, die Kinder, andere Autofahrer etc.

Da wir aber gelernt haben uns “gesellschaftkonform” zu verhalten, unterdrücken wir das entstehende Reaktionsmuster und halten die Kampf – und Fluchtimpulse zurück – was uns eine Menge Energie kostet.

Wer kann es sich schon erlauben, seinem Chef an die Gurgel zu gehen oder ihm den ganzen Krempel einfach hinzuschmeissen? Neben den ganzen körperlichen Reaktionen entsteht dadurch zusätzlich massiver innerer Druck!

Stuft unser Stamm- oder Reptiliengehirn eine Vielzahl an Situationen des Alltags als gefährlich ein, führt das zu einem dauerhaft erhöhten Blutdruck, erhöhtem Fett- und Zuckergehalt und einer reduzierten Aktivität unseres Immunsystems. Genau diese Punkte sind die bekannten Risikofaktoren für die Arteriosklerose mit der Gefahr eines Herzinfarktes.

Durch den erhöhten Zuckergehalt im Blut wird die Bauchspeicheldrüse vermehrt beansprucht. Wird die Nebenniere über einen längeren Zeitraum ständig über die Hypophyse stimuliert, ist damit auch die Cortisol-Produktion dauerhaft erhöht. Cortisol ist mit eine der Hauptfaktoren für die chronischen Stresserkrankungen, denn die Cortisolausschüttung sorgt für eine dauerhafte Reduzierung der Immunabwehr.

Kommen dann noch weitere Risikofaktoren wie Rauchen, fett- und zuckerreiche Ernährung und Bewegungsmangel hinzu, steigt das Risiko einer koronaren Herzerkrankung nach neuesten Erkenntnissen mit jedem weiteren Faktor nicht linear, sondern zum Quadrat (x²) an.

Zusammenfassung:

Die Gefahr einer Stresserkrankung bis hin zum Burnoutsyndrom besteht immer dann, wenn sich die Stress-Situationen häufen und wir keine Zeit und Möglichkeit haben, die angestaute Energie in unserem Körper durch Sport, Entspannung etc. wieder abzubauen.

Die Stress-Reaktion selbst ist ein natürlicher Vorgang, die über Jahrtausende hinweg unser Überleben gesichert hat. Wirken die sogenannten Stressoren allerdings unablässig auf uns ein und kommt dazu die “Stress-Persönlichkeit”, ist der Weg in das Burnoutsyndrom vorgezeichnet.

Was alles an Stressoren auf uns einwirkt – dazu mehr im nächsten Post…


Foto von © Rolf_van_Melis / PIXELIO.de

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25
Dez

Ich habe gerade auf der Website:  http://www.anwalt24.de von der Rechtsanwältin Frau Jana Meister aus der Kanzlei http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/ über ein Urteil des LG München I zum Thema Berufsunfähigkeit bei Burn-out-Syndrom gelesen.

Dabei ging es um folgenden Fall:
Ein berufsunfähigkeitsversicherter Manager brach unter dauerhaftem Arbeitsstress mit bis zu täglich 200 Telefonaten und häufigen Dienstreisen zusammen.

Die ärztliche Diagnose lautete entsprechend: Burn-out-Syndrom. Daraufhin beantragte er bei seinem Versicherer, der Continentalen, die Berufsunfähigkeitsrente. Die Versicherungsgesellschaft erkannte das Burn-out-Syndrom jedoch nicht als Grund für eine Berufsunfähigkeit an und verweigerte die Zahlung der Rente. Der Manager klagte deshalb vor Gericht.

Die Entscheidung:
Die Richter sprachen dem Versicherten nach einem ärztlichen Gutachten, das die Berufsunfähigkeit bestätigte, einen Anspruch auf Rentenzahlung gegenüber seiner Versicherung zu. Die Continentale musste dem berufsunfähigen Finanzmanager so rückwirkend ca. 148.000 Euro Rente und 65.000 Euro an Versicherungsbeiträgen erstatten.

LG München I, Az.: 25 O 19798/03

Der Kommentar der Kanzlei:
Psychische Erkrankungen häufen sich. Die Versicherungsgesellschaften sehen sich deshalb einer steigenden Zahl von Rentenforderungen ihrer Versicherungsnehmer ausgesetzt. Und weil psychische Erkrankungen – wie auch das Burn-out-Syndrom – nicht so leicht zu diagnostizieren sind, lehnen die Versicherungsgesellschaften oft (vor)schnell die Rentenzahlung ab. Dann bleibt nur der Gang vors Gericht. In diesem Fall sollten Betroffene kompetente Hilfe in Anspruch nehmen.

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