Stress

30
Aug

Kennen Sie solche Stress-Situationen?

Morgens beim Frühstück stößt Sie Ihre kleine Tochter und Sie verschütten den Kaffee auf Ihren Anzug (Stress-Situation Nr.1), dann verpassen Sie auch noch die S-Bahn (Stress-Situation Nr.2), und  im Büro angekommen stellen Sie fest, dass die Festplatte beim hochfahren versagt und Sie ausgerechnet gestern keine Datensicherung gemacht hatten – die Arbeit des ganzen gestrigen Tages also umsonst gewesen ist (Stress-Situation Nr.3),

Spätestens jetzt geht Ihnen durch den Kopf: „Das ist heute auch nicht mein Tag“!

Wenn es morgens schon so beginnt, läuft es häufig den restlichen Tag auch nicht unbedingt besser und den Abend kann man dann sowieso vergessen, da einem nur diese ganzen Stress-Situationen durch den Kopf gehen.
Sie kennen das sicherlich, wenn Sie 20 Kundengespräche hatten und zwei davon sind schlecht gelaufen, die 18 anderen jedoch sehr positiv – über was reflektieren Sie am Abend? Sicher nicht über die positiven Gespräche – nein, die negativen stehen im Mittelpunkt Ihres Denkens.

Was gibt Ihnen Energie? Die Beschäftigung mit den 2 negativen Gesprächen oder die Reflektion der 18 positiven Gespräche?

Um zumindest den Abend noch zu retten, sollten Sie ein entsprechendes Kontrastprogramm starten.
Setzen Sie den ganzen Negativerfahrungen einen Kontrapunkt entgegen und erstellen Sie eine positive Tagesrückschau. Reflektieren Sie Ihren Tagesablauf und nehmen Sie mit der folgenden Übung bewusst die vielen positiven Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten wahr, die es auch an solchen Stress-Tagen gibt.

Erstellen Sie mit den folgenden Fragen eine zusätzliche positive Tagesbilanz:

  • Welche (auch kleinere) Erfolge hatte ich heute?
  • Was hat mir an mir selbst gefallen?
  • Was oder wer hat mir heute Freude bereitet?
  • Was fand ich an meinen Kollegen, Mitarbeitern, Kunden, Chefs oder Familienangehörigen besonders positiv?
  • Was konnte ich aus den Situationen des Tages lernen?

Halten Sie Ihre Antworten jeden Abend stichwortartig schriftlich fest. Dadurch kommen Sie innerlich mehr zur Ruhe. Das „gedankliche Nachbearbeiten“ unangenehmer Stress-Erlebnisse verkürzt sich dadurch deutlich.

Schreiben Sie einen Kommentar….

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6
Aug

Wie gehen Sie mit ihrer Zeit um?

Es gibt eine Form von Totschlag, die nicht nur legal, sondern leider auch weit verbreitet ist. Fast jeder von uns dürfte sich dessen schon schuldig gemacht haben!
Was da totgeschlagen wird?

Die Zeit!

Wir benutzen das ja nicht nur in unserem Sprachgebrauch so, sondern tatsächlich wird Zeit oftmals (r)umgebracht: Durch sinnlose Tätigkeiten, nutzloses Warten und durch Zeitvertreib, der uns keine wirkliche Befriedigung bringt (auch so eine Formulierung: “Zeit vertreiben“…).

Machen wir uns jedesmal bewusst, auf welche Art wir mit unserer Zeit umgehen?

  • Was gibt es Kostbareres als unsere Zeit?
  • Was kann mehr wert sein, als die begrenzte Zeit, die uns zur Verfügung steht?
  • Was glauben die meisten Menschen am wenigsten zu haben – natürlich: Zeit.

Ich gebe zu, dass ich inzwischen regelrecht sauer werde, wenn ich merke, dass andere meine Zeit nicht respektieren. Manchmal passiert mir das allerdings auch selbst, indem ich z.B. “sinnlose” Dinge tue, nur um nicht unangenehme Aktionen anpacken zu müssen, die ich noch erledigen muss (wie beispielsweise die Fotos zu sortieren ;-) .

Oft erfahre ich auch Zeitverschwendung (STRESS) im Umgang mit anderen. Stress bedeutet für mich unter anderem:

  • Menschen, die etwas von mir wollen, aber nicht auf den Punkt kommen.
  • Menschen, die mich versuchen zu etwas zu drängen, ohne dass ich sie danach gefragt habe.
  • Menschen, die mir Informationen weitergeben, die mich überhaupt nicht interessieren.
  • Seminarleiter oder Vortragende, die mich einschläfern.

Wie erleben Sie das?

  • Wie bewusst gehen Sie mit Ihrer eigenen Zeit um?
  • Wie wichtig und kostbar ist Ihre Zeit Ihnen?
  • Stellen Sie auch öfters fest, dass Sie Zeit totzuschlagen?
  • Nehmen Sie Zeitverschwendungen in Ihrem Leben überhaupt wahr?
  • Wo lassen Sie sich von anderen vor deren Karren spannen und sich dadurch wertvolle Lebenszeit stehlen?

In diesen Zusammenhang passt ganz gut ein Gedicht von Wilhelm Busch…

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde,
war er tätig, war er da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
ohne Ihn, da ging es nicht.
Ohne Ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt’ er frei.
Gestern als sie Ihn begruben,
war er richtig auch dabei.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

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25
Jul

Stress-denker oder Lösungs-denker

Nach bisherigen Erkenntnissen, ist unser Denken auch in Stress-Situationen nichts anderes als ein ständiges internes Frage- und Antwortspiel. Das bedeutet, ihre Antworten werden gerade auch in Stress – Situationen nur so gut sein, wie die Fragen, die Sie sich selbst und anderen stellen.

Dazu eine kurze Geschichte:

Ein junger Mönch geht zu seinem Abt und fragt: „Vater, darf ich beim Beten rauchen“?  Der Abt antwortet ihm: „Bei einer heiligen Handlung wie dem Beten ist Rauchen grundsätzlich verboten“!  Der junge Mönch gibt sich damit zufrieden und geht in den Klostergarten  um zu beten. Dort trifft er auf einen alten Mönch, der Pfeife rauchend  mit dem Gebetbuch durch den Garten spaziert und meditiert.

Er geht zu dem Alten und sagt zu ihm: „Ich finde es nicht in Ordnung, dass du hier beim Beten rauchst. Ich habe gerade den Abt gefragt und mir hat er es verboten“ !

Der Alte lächelt ihn an und antwortet: „Ich habe den Abt gefragt, ob ich beim Rauchen beten darf und das hat er mir erlaubt“!

Darf ich beim Beten rauchen – oder darf ich beim Rauchen beten? Die Art und Weise der Fragen bestimmt immer die Art und Weise der Antworten – sowohl extern als auch intern!

Wenn Sie den Menschen in Ihrer Umgebung – also extern – die falschen Fragen stellen (magst Du das….…für mich tun?), dann bekommen Sie über die Antwort direktes Feedback, ob die Frage konstruktiv war (zu dem Ergebnis geführt hat, welches Sie erwarteten oder nicht).

Genauso wie wir extern Fragen an andere stellen, stellen wir uns auch intern selbst ständig bestimmte Fragen.

Vielleicht gehen Ihnen auch immer wieder ähnliche Fragen durch den Kopf?

•    Warum passiert das immer mir?

•    Warum komme ich mit meiner Zeit nicht klar?

•    Warum werde ich nie mit meiner Arbeit fertig?

•    Warum sind die Kids nur so unzuverlässig?

•    Warum schaffe ich es einfach nicht, mir mehr Zeit für mich zu nehmen?

Warum-Fragen sind vergangenheitsorientiert, suchen nach Schuldigen und wälzen damit die Verantwortung auf andere ab. Machen Sie sich bewusst, dass ihr Gehirn keine unbeantworteten Fragen akzeptiert – es sucht immer nach Antworten. Wenn Sie sich selbst ständig unpräzise, problemorientierte Fragen stellen, wird es ihnen die dazu passenden problemorientierten Antworten liefern. In der Regel sind das dann eben Schuldzuweisungen und Entschuldigungen. Damit gehen Sie in die Opferrolle – nach dem Motto: Schuld sind immer die anderen – an mir liegt es nicht.

Stellen Sie sich dagegen lösungsorientierte Fragen, wird Ihnen Ihr Gehirn konstruktive Antworten anbieten. Allerdings sollten Sie dann auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.

Ein Beispiel zum problemorientierten Fragen:

•    Warum unterstützt mich mein Partner nie bei der Hausarbeit?

Diese Frage führt Sie in keinster Weise zu einer Lösung. Ihr Gehirn liefert Ihnen damit alle nur möglichen Gründe, warum es nicht so ist, bzw. nicht so geht. Anstatt nach Gründen zu suchen, warum es nicht geht,

könnten Sie sich folgende lösungsorientierte Fragen stellen:

•    Wie bringe ich meinem Partner bei, einen Teil der Arbeit zu übernehmen?

•    Wie packe ich das am besten an?

•    Für welche Bereiche könnte ich ihn noch am ehesten motivieren?

Wie-Fragen sind immer zukunftsorientiert und suchen generell nach Lösungsansätzen.

Machen Sie sich eines ganz klar bewusst!

Sie entscheiden in ihrem Kopf über den Blickwinkel, mit dem Sie die Welt betrachten und über die internen Fragen, die Sie entweder aufbauen oder deprimieren und Stress auslösen. Mit Ihrem ihrem inneren Dialog entscheiden sie über Stress und Burnout. Selbstverständlich wirken äußere Bedingungen auf uns ein – nur – es gibt Tausende von Wahlmöglichkeiten die Situationen des Lebens zu bewerten und damit ohne Stress seine Lebenszeit zu managen.

Aufgabe:

Schreiben Sie bitte mindestens 5 problemorientierte Fragen auf, die Ihnen immer wieder durch den Kopf gehen.

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Formulieren Sie zu jeder dieser problemorientierten Fragen mindestens 2 mögliche lösungsorientierte Fragen, wie im oben angeführten Beispiel und verändern Sie damit eine Ihrer Stress – Verhaltensmuster:

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1
Jul

Verhinderungsstrategie Nr. 1: Ich habe keine Zeit

Der Schatz der Schnecke…
Die Tiere beklagten sich, dass die Menschen ihnen immer wieder Dinge wegnähmen.

  • „Sie klauen meine Milch“ schimpfte die Kuh.
  • „Sie stehlen meine Eier“ jammerte die Henne.
  • „Sie nehmen mein Fleisch“ beschwerte sich das Schwein.

Schließlich meldete sich die Schnecke und sagte: „ Ich habe etwas, was die Menschen auch gerne hätten – aber sie können es mir nicht wegnehmen“.
„Und was ist das“ fragten die anderen Tiere ganz gespannt.

Die Antwort der Schnecke war kurz: „Ich habe Zeit“!

Haben Sie tatsächlich keine Zeit – oder sind Ihnen schlicht weg andere Dinge einfach wichtiger. Wir alle haben 24 Stunden am Tag zur Verfügung – was wir daraus machen liegt allein an unserer ganz persönlichen Zeitführung.
Oft liegt es nicht an der mangelnden Zeit sondern daran, dass wir aus dieser Aussage für uns einen klaren Nutzen ziehen.
Wenn wir „keine Zeit haben“ bedeutet das für uns zum Beispiel den Sekundärgewinn „Anerkennung durch Kollegen wegen übermäßiger Belastung“. Wenn Sie “keine Zeit” zum Laufen haben, ist der Sekundärgewinn das „alternative und bequeme Sofa“.

Der Sekundärgewinn ist also der Preis, den Sie für die Erreichung Ihrer Lebensqualität bezahlen – dafür ist eine Entscheidung notwendig, die Sie treffen können – nicht müssen.
Es gibt viele positive Aspekte, ein Ziel, das Sie sich gesetzt haben nicht zu erreichen. Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen für Sie: Welche Annehmlichkeiten sind Sie bereit für eine Steigerung Ihrer Lebensqualität aufzugeben (bequemes Sofa..etc.)?
Sie werden auf Dauer nur dann Ihre Ziele erreichen, wenn Sie sich entscheiden Ihre Komfortzone zu verlassen und den erforderlichen Preis zu bezahlen. Solange Sie dazu nicht bereit sind, werden Sie immer wieder in die Stressfalle tappen.

Verhinderungsstrategie Nr. 2: Womit vergleichen Sie Ihre Leistungen?

Unsere Vergleichsmaßstäbe für unsere Leistungen setzen wir meist viel zu hoch an – und sorgen damit aus unserer Sichtweise garantiert für Misserfolg und damit für Stress.

Beispiel: Wer sich als Magier mit David Copperfield vergleicht, wird an seiner Vorführung keine Freude mehr haben und wer sich als Bodybuilder mit einem Monat Studioerfahrung mit Arnold Schwarzenegger vergleicht, wird nur noch frustriert sein.

  • Mit was oder wem vergleichen Sie sich?
  • Wie würde jemand anderer Ihre Leistung beurteilen?
  • Nehmen Sie Ihre Erfolge bewusst wahr oder sehen Sie nur Misserfolge?
  • Belohnen Sie sich regelmäßig für Ihre Erfolge?

Aufgabe:

Wo sehen Sie Ansatzpunkte etwas zu verändern?
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22
Jun

Burnout und StressbewältigungIn dieser und den folgenden Posts geht es darum, welche Strategien wir Menschen anwenden, um nicht handeln zu müssen. Diese Verhinderungsstrategien sind uns in der Regel nicht bewusst. Trotzdem schränken Sie uns in unseren Wahlmöglichkeiten massiv ein, vor allen Dingen, wenn es um Themen wie Stressbewältigung, Burnoutvermeidung und Gesundheitsmanagement geht! In vielen Büchern und Seminaren werden immer wieder neue Erfolgsstrategien verkauft.
Wir buchen ein Seminar nach dem anderen, das Bücherregal ist gespickt mit Theorien und Ideen  – doch nach kurzer Zeit ist die Begeisterung verflogen und alles läuft so weiter wie bisher.

Und wir stellen fest: Bei mir funktioniert das mit der Veränderungsbereitschaft und der Eigenverantwortung sowieso nicht!

Dabei hören sich die Erfolgsrezepte so einfach an:

  • Analysiere dein Leben und definiere, was für dich Erfolg bedeutet!
  • Setze dir klare positive Ziele!
  • Entscheide dich konsequent!
  • Erfolge beginnen im Kopf – Misserfolge genauso!

Warum funktioniert es in vielen Fällen nicht? Es gibt da etwas in uns, das uns unbewusst daran hindert solche Dinge konkret umzusetzen…

  • Sie haben nach dem Anti-Stress-Seminar für sich erkannt, dass Sie sich anders ernähren und Sport treiben müssten …
  • Nach dem Konfliktlösungs-Training ist ihnen bewusst, wie wichtig konstruktives Feedback ist …
  • Sie sollten eigentlich wegen Ihrer Stressbelastung mit dem Rauchen aufhören …
  • Um stresshormone abzubauen, sollten Sie eigentlich regelmäßig joggen …
  • Sie sollten eigentlich sich mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben nehmen…
  • Sie sollten sich eigentlich gesünder ernähren …
  • Sie sollten….
  • Eigentlich müsste ich…

Nur – warum setzen wir all diese Erkenntnisse in den wenigsten Fällen um?

GELERNT HABEN WIR ERST DANN,
WENN WIR UNSER VERHALTEN VERÄNDERT HABEN!!!

Wir wissen genau was unseren Stress reduzieren würde – warum tun wir dann nichts? Was hindert uns daran, das Richtige zu tun?
Was haben Sie sich schon alles vorgenommen? Und was haben Sie davon umgesetzt?
Vielleicht kennen Sie das Gedicht von Frank Bettger, das diesen Sachverhalt sehr klar darstellt:

SIEG

Wie oft schon hörte ich Dich sagen
Du würdest große Dinge wagen
Wann glaubst Du kommt der große Tag
Da endet alle Müh und Plag
Da Du zu großen Taten schreitest
Und Du dann selbst Dein Schicksal leitest

Und wieder war ein Jahr vorbei
Doch nie warst Du mein Freund dabei
Wenn’s galt nun endlich zuzugreifen
Damit auch Deine Früchte reifen

Woran es liegt, erklär es nur
Du hattest Pech, ach keine Spur
Wie immer einzig und allein
Lag’s nur an Dir an Dir allein

Sieh  nur auf Deine Hände bloß
Sie liegen schlaff in Deinem Schoß
Statt endlich, endlich doch zu handeln
und Dinge bei Dir umzuwandeln…

Alle Stressbewältigungsstrategien nützen Ihnen nichts, wenn Sie nicht Ihre persönlichen Verhinderungsprogramme kennen und ausschalten.
In den nächsten Posts werden Sie die einzelnen  Verhinderungsstrategien kennen lernen

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26
Mai

In diesem 2. Teil geht es um:

  • Das Bedürfnis nach Anerkennung
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit
  • Gewinnstreben
  • Das Streben nach Macht

Das Bedürfnis nach Anerkennung
Ein großer Teil unserer Verhaltensweisen ist darauf ausgerichtet, Wertschätzung und Anerkennung zu bekommen. Nach der Maslow’schen Bedürfnispyramide ist dieses Bedürfnis nach den Bedürfnissen Überlebenssicherung und Sicherheit das drittwichtigste Bedürfnis. Haben wir in unserer Kindheit zum Beispiel stets die Aussage gehört: “Es wichtig, wie die Leute über uns und was andere über dich denken”, so richten wir unser Verhalten danach aus, es anderen möglichst recht zu machen und nicht danach, was für mich selbst wichtig ist. Dieses Bedürfnis ist übrigens mit einer der Hauptgründe für unseren Stress und das daraus resultierende Burnout-Syndrom.

Fragen Sie sich:

  • Was unternehme ich alles, um Anerkennung und Bewunderung zu erhalten?
  • Was lade ich mir alles an Verantwortung auf, nur um eine entsprechende Wertschätzung zu erhalten?
  • Inwieweit setzen mich diese Verhaltensweisen unter Druck und Stress?

Das Bedürfnis nach Sicherheit
Das Bedürfnis nach Sicherheit ist eines der elementarsten Grundbedürfnisse. Nicht umsonst machen die Versicherungskonzerne Riesengewinne. Sie lassen in den Köpfen der Menschen Katastrophenbilder entstehen, um Ihnen dann die Lösungen für diese Katastrophen in Form von Versicherungen anzubieten.

Warum scheuen sehr viele Menschen das Risiko? Sie trauen sich nicht den Job zu wechseln, obwohl sie sich täglich regelrecht zur Arbeit zwingen müssen? Was hindert Menschen daran, in die Selbständigkeit zu wechseln? Weil sie sich damit in unbekanntes Terrain begeben und damit ihr Sicherheitsgefühl verletzen. Jede Veränderung bringt das Unlustgefühl mangelnder Sicherheit und damit massiven Stress mit sich und das suchen wir wo immer es geht zu vermeiden.

Das hat natürlich Konsequenzen: Leichter halte ich zum Beispiel Stress und Burnout-Gefahr aus, als dass ich meinen Job aufgebe und mir etwas anderes suche. Alles hat eben seinen Preis!

Fragen Sie sich:

  • Welche Veränderungen machen Ihnen Angst?
  • Was wäre das Schlimmste, was Ihnen passieren könnte, wenn Sie einen neuen Weg gehen?

Gewinnstreben:
Im Aktiengeschäft gibt es eine treffende Aussage: “Gier frißt Hirn”. Für manche Menschen gilt Gewinnmaximierung über alles – auch auf Kosten von Stress und Burnout. Hinter diesem Verhalten steckt häufig auch das Grundbedürfnis nach Sicherheit – frei nach dem Motto: Wenn ich genügend Kohle habe, kann mir nichts mehr passieren.

Dass das ein Trugschluss ist, merken diese Menschen dann, wenn Sie plötzlich nicht mehr in der Lage sind, die gewohnte Leistung zu erbringen oder von einem Tag auf den anderen durch einen Infarkt soviel Zeit zur Verfügung haben, wie Sie sich das früher nie vorstellen konnten.

Streben nach Macht.
Auch hinter diesem Motiv steckt häufig das Motiv “Sicherheit”. Alle Aktivitäten werden dem Ziel untergeordnet, alles im Leben unter Kontrolle zu haben. Wir erliegen dem Trugschluss, durch Macht und Einfluss unser Schicksal kontrollieren und beeinflussen zu können und versuchen dadurch die Realität zu verdrängen.

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23
Mai

Ich habe ein neues Video zu diesem interessanten Thema erstellt und auf Youtube veröffentlicht. Es geht in diesem Video um eine Stressbewältigungs-Strategie aus der Verhaltenspsychologie.

Diese Stressbewältigungs-Strategie heißt: Das A-B-C der Gedanken und Gefühle.
Dabei steht das…

  • A: für die aktivierende Situation
  • B: für die bewertenden Gedanken
  • C: für die daraus resultierenden Gefühle und das entsprechende Verhalten

Die genaue Erklärung ist im Video enthalten…

Viel Spass beim Anschauen

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29
Apr

Stressmanagement und Burnout-SyndromWas steuert ihre Motivation und Ihr Stress-Verhalten?

Auf der ganzen Welt wird über das Thema Motivation geredet. Viele glauben, dass man motiviert werden muss, um etwas in seinem Leben zu verändern. Das ist FALSCH!!! Wir Menschen sind immer motiviert – fragt sich nur für was. Mein Sohn kommt um 6:00 Uhr morgens nur mit Mühe aus dem Bett, wenn er zur Arbeit fährt. Weiß er dagegen, dass morgens um 4:30 Uhr der Bus zum Snowboarden abfährt, steht er schon hochmotiviert 1 Stunde vorher auf, um die Abfahrt ja nicht zu verpassen – und er ist selbstverständlich hellwach :-) .

Der Begriff Motivation leitet sich von dem lateinischen “movere” ab, was soviel wie bewegen bedeutet und die Kraft beschreibt, die uns antreibt, bestimmte Dinge zu tun. Hätten wir diese Kraft nicht in uns, würde das zu vollständiger Unbeweglichkeit führen. Das heißt also, dass in jedem von uns Motivation steckt – wir müssen nur den Schlüssel finden, um diese Motivation zu aktivieren.

Das führt uns zu zwei wesentlichen Aspekten, wenn es um Veränderungsbereitschaft im Zusammenhang mit den Themen Stress und Burnout-Syndrom geht:

  • Das Lust-Prinzip – Hoffnung auf Erfolg
  • Das Pein- oder Frust-Prinzip - Furcht vor Mißerfolg

Wann immer wir im Leben aktiv werden, “tun” wir das entweder

  • um Spaß oder Freude zu gewinnen
  • um Frust und Pein abzuwenden,
  • oder um eine Kombination von beidem zu realisieren!

Wann immer wir im Leben untätig und inaktiv bleiben, tun wir das, weil das entweder

  • mehr Spaß und Freude bringt, als aktiv zu werden
  • weniger Pein bedeutet als aktiv zu werden,
  • oder eine Kombination von beidem vorliegt!

Die meisten Menschen bedienen ihr Motivationssystem absolut unprofessionell!

Sie konzentrieren sich auf die Pein, die Sie haben, wenn Sie aktiv werden und fokussieren sich gleichzeitig auf das Wohlgefühl, das sich einstellt, wenn Sie untätig bleiben und wundern sich dann auch noch, warum Sie es nicht schaffen sich zu verändern und aus dem Hamsterrad von Stressbelastung und Burnout-Gefährdung  auszusteigen!

LESEN SIE SICH DIESEN SATZ MEHRMALS DURCH UND MACHEN SIE SICH KLAR, WAS ER FÜR SIE BEDEUTET!

Konsequenz:
Wann immer Sie aktiv werden und zum Beispiel etwas in Richtung Stress-Reduktion tun wollen, fokussieren Sie sich auf:

1. Die negativen Auswirkungen, die sich ergeben, wenn Sie weiterhin nichts verändern!
2. Die positiven Auswirkungen, wenn Sie sich bewegen und endlich in die Gänge kommen!

Bild: B.Stolze_pixelio.de

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15
Apr

Zeitdruck setzenMichaela-Weber_pixelio_248x165 ganz viele Menschen mit Stress gleich. Wie hängen jetzt Stress und Zeit zusammen. Eigentlich ist doch alles ganz einfach: Zeit ist das, was man auf der Uhr ablesen kann. Oder? Nicht wirklich! Obwohl Zeit unser Leben bestimmt, ist kaum etwas so schwer zu erfassen, wie die Zeit.

Wir haben Sinnesorgane, um die Farben, den Geschmack, den Geruch oder die Temperatur in unserer Umwelt wahrzunehmen. Wofür wir keine Sensoren besitzen, ist die Zeit. Unser Gehirn misst Zeit anhand von Ereignissen und Bewegungen. Je mehr passiert, je schneller wir uns bewegen, desto schnelllebiger gestaltet sich die Zeit, desto mehr haben wir das Gefühl, die Zeit zerrinnt uns regelrecht zwischen den Fingern.

Die Frage ist jetzt:
Wie hilft uns dieses Wissen in unserem ganz persönlichen Umgang mit der Zeit? Ganz einfach: Wir haben es selbst in der Hand, Zeit intensiv zu nutzen und sie so in unserer subjektiven Empfindung zu vermehren.

Zeit-Normen durchbrechen!
Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Einwohnern von Madagaskar. Sie lassen sich nicht von Zeit-Normen beherrschen. Deshalb haben sie Wörter wie “Gleich” oder “Sofort” aus ihrem Wortschatz gestrichen. Wenn etwas nicht allzu lange warten darf, dann sagt man dort: “Es sollte nicht länger dauern, als eine Heuschrecke zu braten”!

Im Amazonasgebiet gibt es einen Indianerstamm, die keine Begriffe haben für “Zukunft und Vergangenheit”. Damit leben diese Menschen ohne Stress und Zeitdruck nur in der Gegenwart und haben das Gefühl unendlich viel Zeit zu haben.

Zeit verschwenden!
Unsere modernen Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel sind extrem zukunftsorientiert und trimmen uns auf Tempo. Nichts kann schnell genug gehen oder erledigt werden. Deshalb verwenden wir ja auch so häufig Formulierungen wie: “Das mache ich noch schnell” oder “wird sofort erledigt”…u. ä.

Wenn wir wieder mehr Gefühl für unsere wertvolle Zeit bekommen wollen, um damit Stress abzubauen und dem Burnoutsyndrom vorzubeugen, sollten wir ganz gezielt Zeiten einbauen, in denen wir bewusst verlangsamen, uns auf die Gegenwart fokussieren – und das wahrnehmen und genießen was gerade ist.

Mein Tipp:
Schalten Sie immer wieder mal um auf Schneckentempo. Dösen Sie träge auf einer Parkbank vor sich hin oder spazieren Sie einfach ziellos durch Ihre Stadt. Setzen Sie sich in ein Cafe und konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die im Moment um Sie herum gerade passieren. Genießen Sie in diesen Momenten das gute Gefühl, ganz viel Zeit für sich selbst zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen allerdings sagen, dass das nur funktioniert, wenn Sie sich solche “Auszeiten” auch als fixe Termine für sich reservieren.

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7
Apr

istock_uhr_blau_165x165
In Ihrem Beruf haben Sie mehrere Hüte zugleich auf. Da gibt es zum Beispiel den Verkaufsleiter, die Führungskraft, den strategischen Vordenker, den Mitarbeiter, Referenten oder Arbeitskreismitglied. Und auch im Privatleben tragen Sie mehrere Hüte, etwa als Ehemann/-frau, Partner/in, Vater/Mutter, Freund/in, Vereinsmitglied, Hobby-Koch, Vermieter, Nachbar oder Nachhilfelehrer.

Sicher fallen Ihnen ganz spontan jede Menge Hüte ein, die Sie beruflich und privat tragen. Und sicher ist Ihnen längst etwas Entscheidendes aufgefallen: Der Hauptgrund, warum viele mit ihrer Zeit Schwierigkeiten und damit Stress haben und mit überhöhter Drehzahl durchs Leben jagen, liegt darin, dass sie auf zu vielen Hochzeiten tanzen und sich mit zu vielen Dingen auf einmal beschäftigen. Denn: Zeit- und Stressprobleme entstehen immer dann, wenn wir zu viele Hüte oder Rollen gleichzeitig ausfüllen wollen.

Manche unserer Rollen haben wir uns selbst ausgesucht, viele wurden uns von anderen aufgebürdet und einige Rollen müssen wir einfach ausfüllen. Doch können wir tatsächlich all diesen Rollen gerecht werden? Um mehr Lebensqualität zu erlangen, ist es nötig, unser Engagement in bestimmten Bereichen zu reduzieren und die eine oder andere Rolle ganz bewusst abzulegen.

Also: Reduzieren Sie Ihre (Neben-)Rollen!
Zugegeben, das ist gar nicht so leicht, doch es gibt keine Alternative: Sie können sich nicht um alles kümmern, und Sie müssen auch nicht Hansdampf in allen Gassen sein, erst recht nicht, wenn Sie ohnehin immer zu wenig Zeit und zuviel Stress haben!

Ihre persönlichen Lebenshüte und Lebensrollen:
Denken Sie einmal nach, wie viele Hüte Sie ganz persönlich tragen, wie viele Rollen Sie ausfüllen. Welche dieser Rollen und Hüte sind wirklich wichtig für Sie? Es hilft nichts, Sie müssen Ihre Lebenshüte reduzieren auf maximal sieben. Mehr ist einfach nicht machbar.
Im Zweifelsfall sollten Sie sich fragen:

  • Will ich diese Rolle, diesen Lebenshut wirklich?
  • Habe ich mich bewusst für diese Rolle entschieden oder wurde mir dieser Hut einfach von anderen aufgesetzt?
  • Was passiert, wenn ich auf diese Rolle verzichten und ganz einfach loslassen würde?

Natürlich gibt es Hüte und Rollen, die wir auf gar keinen Fall ablegen können und sollen:

  • Wer Kinder hat, füllt selbstverständlich eine Elternrolle aus.
  • Wer in einer Beziehung lebt, hat einen Hut als Ehe- oder Lebenspartner auf.
  • Wer einen Beruf ausübt, muss Verantwortung für seine beruflichen Aufgaben übernehmen.
  • Wer gerade beruflich oder privat ein größeres Projekt zu bewältigen hat, hat einen Hut auf Zeit auf, beispielsweise als Häuslebauer, Abendabiturient oder Projektleiter.

Diese automatischen´ Hüte stehen nicht zur Disposition. Doch jeder von uns füllt viele Rollen aus, auf die er gut und gerne verzichten könnte. So übernehmen viele Menschen Rollen, die Ihnen nicht den geringsten Spaß machen, einfach nur aus Pflichtbewusstsein. Genau diese ungeliebten, völlig unwichtigen Neben-Rollen, gilt es konsequent zu reduzieren.

Also: Packen Sie es an und denken Sie immer daran:

Weniger ist manchmal einfach mehr für mehr Zeit, mehr Lebensqualität und weniger Stressbelastung!

Foto: Istockphoto

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