Autorenarchiv

13
Apr

Heutzutage muss alles möglichst schnell und unter Zeitdruck gehen. Wir gehen schnell mal was essen, noch schnell unter die Dusche, erledigen kurz noch dies oder jenes. Schnelligkeit und Zeitdruck ist zum entscheidenden Kriterium geworden. Fast scheint es, dass Zeiten, in denen wir einfach nichts tun, schon zu den Besonderheiten gezählt werden. Selbst die Nase putzen wir uns mit “Tempo”.

Wir versuchen dem Zeitdruck dadurch zu begegnen, indem wir möglichst viel gleichzeitig machen. Optimale Zeitnutzung durch Gleichzeitigkeit: Telefonieren beim Autofahren oder während dem Essen ins Internet gehen.
Diese “Gleichzeitigkeit in Verbindung mit Zeitdruck” prägt unseren Alltag. Fast alle Nachrichtensender blenden neben den “normalen” Informationen Laufbänder mit zusätzlichen Informationen über Börsenkurse oder Katastrophenmeldungen ein. Autos, Züge oder Flugzeuge sind Zweitbüros, in denen wir arbeiten, online sind oder telefonieren.

Menschen, die einfach nur spazieren gehen, sind für uns schon fast unnormal – zumindest während der gängigen Arbeitszeiten.
Sind Sie auch vom allgegenwärtigen Tempowahn und Zeitdruck infiziert?

Machen Sie den Test:

  • Ich stehe meistens unter Anspannung und Zeitdruck.
    Ja – Nein
  • Normalerweise mache ich mehrere Sachen gleichzeitig.
    Ja – Nein
  • Häufig falle ich anderen ins Wort und beende deren Sätze.
    Ja – Nein
  • Ich fahre meistens mit hohem Tempo und wechsle immer wieder die Fahrspur.
    Ja – Nein
  • Ich tendiere dazu mein Essen hinunter zu schlingen
    Ja – Nein
  • Ich habe oft das Gefühl, wegen dem hohem Zeitdruck das alles nicht  mehr zu schaffen.
    Ja – Nein
  • Ohne Armbanduhr fühle ich mich hilflos und nervös.
    Ja – Nein
  • Ich habe viel zu wenig Zeit für soziale Kontakte.
    Ja – Nein

Wenn Sie mehr als viermal mit “Ja” geantwortet haben, tendieren Sie auch dazu, Opfer des allgemeinen Tempowahns und Zeitdrucks zu werden.

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Kategorien: Dauerstress | Blog
27
Mrz

Wenn Sie bei Google den Begriff Work-Life-Balance eingeben, wirft Ihnen die Suchmaschine ca. 16.000.000 Beiträge aus. Also ein sehr stark vertretenes Thema.

Aber was ist Work-Life-Balance genau?
Nach Wikipedia ist damit ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben gemeint. Work-Life-Balance heißt also, ich habe es geschafft, meine Arbeit und mein Leben im Einklang zu bringen. Die Frage stellt sich, ob Arbeit und Leben im Widerspruch stehen müssen? Arbeit gehört ja schließlich zum Leben dazu. Wie wichtig sie ist merkt man dann, wenn sie plötzlich fehlt…
Es geht vielmehr darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den vielen, unser Leben bestimmenden, Faktoren zu schaffen. Dazu gehören Fragen und Antworten nach der Sinnhaftigkeit, den persönlichen Beziehungen, seinen Werten, der Gesundheit, seinen Finanzen, seinen sozialen Beziehungen, Hobbies usw… hier weiterlesen

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11
Mrz

Hier ein weiteres Video um das Thema “Burnout und Depressionen” verständlicher zu machen…

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Kategorien: Burnout | Depressionen | Blog
28
Feb

Depression und Burnout

In den meisten Fällen wird das Burnoutsyndrom von einer Depression begleitet. Um das Wesen der Depression besser verstehen zu können, habe ich für die kommenden Posts einige Videos ausgewählt, in denen versucht wird, diese Phänomen näher zu erklären.

Hier nun das erste Video dazu….

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Kategorien: Burnout | Burnoutsyndrom | Blog
16
Feb

Arbeitssucht als anerkannte Sucht

In Japan wurde die Diagnose “Arbeitssucht (Karoshi)” bereits als Todesursache definiert. Arbeitssucht wird häufig als Stress definiert und ist damit in weiten Bereichen akzeptiert – denn Stress gehört ja heute irgendwie einfach zum Leben dazu.

Als Stress getarnte Arbeitssucht führt genauso wie permanenter Stress zu Herz- und Kreislauferkrankungen, Rückenbeschwerden bis hin zum Alkoholismus. Schon Paracelsus sagte: “Allein die Dosis macht, ob ein Ding ein Gift ist oder nicht“. Das gilt für die Arbeitssucht genauso wie für andere Süchte.

Genauso wie beim Alkohol gibt es bei der Arbeitssucht vielfältige Auswirkungen auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene. Die Problematik liegt darin, dass in der Regel kein Zusammenhang gesehen wird zwischen Arbeitssucht und Krankheitssymptomen. Normalerweise finden die Betroffenen erst nach anfänglicher Verdrängung, Bagatellisierung und der Zuwendung zu weiteren Süchten, bei wirklich dramatischen körperlichen oder seelischen Krankheitserscheinungen den Weg zu einem Therapeuten.

Am häufigsten ist die Arbeitssucht bei den sogenannten Helferberufen vertreten. Viele vernachlässigen ihre eigene Gesundheit und greifen zum Abschalten zu Medikamenten oder zum Alkohol. Da ist dann der Weg zum klassischen “ausgebrannt sein” nicht mehr weit.

Ein interessantes Phänomen sind die Motive bei Arbeitssucht. Das Selbstwertgefühl der Arbeitsssüchtigen ist häufig proportional gekoppelt mit der bewältigten Arbeit. Viel geleistete Arbeit bedeutet Belohnungsgefühle und damit Bestätigung des eigenen Suchtverhaltens. Kritisch ist auch, dass durch die hohe soziale Wertschätzung der Arbeitssucht, die Betroffenen wenig bis gar keine Motivation verspüren, sich zu einer Therapie anzumelden. Vordergründig wird eine heile Welt vorgespielt, während in der Backstage bereits Tragödien ablaufen. Es muss schon etwas Dramatisches passieren, damit die Betroffenen etwas unternehmen.

In einem der nächsten Beiträge können Sie in einem Fragebogen testen, inwieweit Sie anfällig sind für Arbeitssucht.

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6
Feb

Balance braucht Müßiggang

Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass Sie jede Minute in Ihrem Lebens „sinnvoll“ nutzen müssen.  Verbringen Sie Ihre freie Zeit so, wie Sie es möchten. Lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Aktivitätshysterie anstecken.

Balance hat viele unterschiedliche Gesichter

Arbeit und Freizeit, Familie und Beruf, Spannung und Entspannung, Aktivität und Bequemlichkeit. Betrachten Sie all diese Dinge nicht als Gegensätze sondern als  zwei Seiten einer Medaille. Beide sind gleich wichtig.

Balance verlangt Ausdauer

Balance ist eine Herausforderung, da es kein Zustand ist, der einmal erreicht dauerhaft anhält. Auf dem Weg zur Lebensbalance werden sich Ihnen Hindernisse in den Weg stellen, denen Sie sich immer wieder aufs Neue stellen müssen.

Balance braucht Zeit

Für eine ausgeglichene Lebensbalance gibt es kein Rezept. Es ist zuwenig, berufliche und private Termine einfach aufeinander abzustimmen. Work-Life-Balance bedeutet Lebensqualität zu gewinnen. Das allerdings bedeutet für jeden etwas anderes. Jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen von Erfolg, Glück und persönlicher Erfülllung. Deshalb muss auch jeder seine individuelle Balance in diesen Lebensbereichen selbst suchen und finden.

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19
Jan

Übung zum Thema Selbsttäuschung

Sendet uns der Körper Warnsignale, so ist das wie eine rote Karte beim Fußballspiel. Der Körper signalisiert uns damit: “Hilfe, ändere etwas, so kann ich nicht weitermachen.” Anstatt wie gewohnt diese Warnsignale symptomatisch mit Medikamenten zu unterdrücken, wäre es viel sinnvoller, sie bewußt wahrzunehmen und darauf mit entsprechender Veränderungsbereitschaft zu reagieren. Dazu brauchen Sie nur aufmerksam auf Ihren Körper zu hören. Die folgende Übung eignet sich besonders dafür.

Übung:

Nehmen Sie ein DIN A4-Blatt quer und legen Sie eine Tabelle mit folgenden Werten an:

Wahrgenommene
Symptome
?
Wann bemerkt? Bei welcher Tätigkeit? Was hat geholfen?
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.

Tragen Sie in diese Tabelle ein, welche Symptome in welchen Situationen aufgetreten sind, bei welchen Tätigkeiten und was Ihnen geholfen hat die Symptome zu lindern, ohne dass Sie Medikamente oder ähnliches eingeworfen haben.

Wenn Sie das einige Tage durchführen, erhalten Sie eine gute Übersicht über die Reaktionen Ihres Körpers und können ziemlich genau analysieren, wie sich Belastungen auf Ihren Körper und Ihre Psyche auswirken. Belastungen, die deutliche Warnzeichen in Richtung Burnout weisen können.

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8
Jan

Um in Stress-Situationen die persönliche Realität mit ihren unangenehmen Gefühlen nicht ansehen zu müssen, gehen wir den Weg der Selbstverleugnung und Selbsttäuschung.
Mit dieser Selbsttäuschung bauen wir eine Mauer auf, die uns die Sicht auf die Realität versperrt.

Folgende Formen der Selbsttäuschung kommen dabei hauptsächlich zur Anwendung:

  • Bagatellisierung: “Das macht doch nichts” oder “Alles halb so schlimm”
  • Verdrängung: “Mir geht es doch ganz gut” (Fakten werden bewusst unterdrückt)
  • Ersatzbefriedigung: (Suchtverhalten, Frustkäufe)
  • Projektion: “Weil ich mich auf keinen verlassen kann….”
  • Selbstbeschuldigung: “Ich bin nun einfach mal ein Arbeitstier”.
  • Vermeidung: Ziele werden nicht mehr verfolgt

Einerseits werden Krankheitszeichen, Konflikte, Erschöpfungszustände etc. mehr oder weniger unbewusst klein geredet oder bewusst ignoriert, denn Sie bedrohen die eigenen Leistungsfähigkeit und damit auch das Selbstwertgefühl. Denn die meisten Menschen definieren Ihren Selbstwert aus Ihrer Leistungsfähigkeit (ich bin nur das wert, was ich leiste).
Andererseits verfallen viele in die Opferhaltung, machen andere dafür verantwortlich, dass das Leben und die Arbeit solch einen immensen Stress bereiten.
Keine der beiden Vorgehensweisen führen zur Übernahme von Verantwortung und damit zu einer Veränderung der Lage.
Das Wahrnehmen und Akzeptieren der aktuellen Situation ist ein unbedingt notwendiger Schritt in Richtung Veränderung.
Im nächsten Post lernen Sie zu diesem Thema eine entsprechende Übung kennen.

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26
Dez

Der entspannte Bogen!

Der Apostel Johannes spielte gern mit seinem zahmen Rebhuhn.
Eines Tages kam ein Jäger zu ihm und fragte ihn, wie er seine wertvolle Zeit damit verplempern könne einfach so zu spielen.
Johannes blickte verwundert auf und konnte im ersten Moment nicht verstehen, warum er nicht mit dem Rebhuhn spielen sollte.
Nach kurzem Nachdenken sprach er zu dem Jäger: „Weshalb hältst du den Bogen in deiner Hand nicht ständig gespannt?“
Der Jäger antwortete: „Wenn ich das tue, verliert der Bogen seine Spannkraft und der Pfeil hätte – wenn es erforderlich wäre, keine Power mehr. Und damit würde ich auch kein Wild mehr erlegen können.“
Johannes sah in lange an und sagte schließlich: „Genauso wie du deinen Bogen immer wieder entspannst, so müssen auch wir Menschen uns immer wieder entspannen und Kraft tanken, um im entscheidenden Augenblick die nötige Energie zur Verfügung zu haben. Wenn ich mir nicht die Zeit nehmen würde, mich im Spiel zu entspannen, dann hätte ich bald keine Energie mehr, all die Dinge zu tun, die erforderlich sind, um meine Ziele zu erreichen.

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9
Dez

Stressabbau durch aktive Sorgenhygiene.

Dass die Vögel der Sorge über deinem Haupt kreisen, kannst du nicht verhindern,
aber du kannst verhindern dass sie in Deinem Kopf ein Nest bauen.

Sorgen Sie sich auch unter anderem um…

  • die Kinder oder andere Familienmitglieder.
  • um Haustiere.
  • um die Gesundheit.
  • um den Job.
  • um die Zukunft.
  • um die Finanzen. Und… und… und…

Sich Sorgen machen heißt, wir machen uns Gedanken über etwas, das noch nicht eingetroffen ist und mit 90% Wahrscheinlichkeit auch nie eintreffen wird. Und weil es eben noch nicht da ist, haben wir auch keine Chance es tatsächlich zu lösen.

Und – Sorgen vermehren sich, wenn wir unsere Aufmerksamkeit zu sehr auf sie richten. Und so entsteht schnell ein massiv drückender Sorgenberg. Stressabbau ist auf diese Weise so gut wie unmöglich.

Im folgenden einige Tipps zum Stressabbau und wie Sie mit Ihren Sorgen besser umgehen können:

1. Schreiben Sie Ihre Sorgen auf. Formulieren Sie ganz klar, den Grund Ihrer Sorgen und wie Sie die Zukunft sehen.
2. FragenSie sich, was Sie konkret tun können, um einen negativen Ausgang unwahrscheinlicher zu machen.

Beantworten Sie z.B. folgende Fragen:

  • Was habe ich bisher getan, damit …….. nicht eintrifft?
  • Halte ich meine Entscheidungen, die ich bisher in der Sache getroffen habe, für richtig oder möchte ich etwas anderes tun?
  • Was kann ich noch zusätzlich unternehmen, damit ………. nicht eintrifft?
  • Welche Informationen brauche ich noch, um entscheiden zu können, was getan werden muss?
  • Wo kann ich fehlende und zusätzliche Informationen erhalten, um die Situation besser einschätzen zu können?
  • Wen kann ich um Rat und Hilfe bitten?

Mit solchen und ähnlichen Fragen holen Sie sich aus dem Sorgendenken in die Gegenwart zurück und sorgen für einen effizienten Stressabbau. Das ist wichtig, denn nur in der Gegenwart können Sie etwas tun. Sie wissen heute nicht, ob Sie irgendwann an einer schweren Krankheit leiden werden. Worauf Sie jedoch Einfluss haben ist, sich gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen und genug zu schlafen. Wenn Sie sich Sorgen machen, Ihren Job zu verlieren, können Sie sich jetzt entscheiden, sich weiter zu qualifizieren, sich  zusätzliche Fähigkeiten anzueignen oder sich schon einmal auf dem Arbeitsmarkt umzusehen.

Sorgen entziehen Ihnen Kraft und lähmen Ihre Energie. Gehen Sie deshalb Ihre Sorgen aktiv mit den vorgeschlagenen Tipps an.

Und – machen Sie sich eines bewusst: Sie können alles Menschenmögliche tun, um Ihre Befürchtungen so unwahrscheinlich wie möglich zu machen – aber Sie können nicht alles verhindern. Das eine oder andere, worüber Sie sich Sorgen machen, wird eintreffen, ein Großteil davon wird sich jedoch einfach in Luft auflösen. Und vieles wird sogar besser werden, als Sie es sich je erträumt haben.

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